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Flüchtlingskinder auf dem Abenteuerspielplatz

Heute kann der kleine Precious unbeschwert lachen

Kinder, die in der Familienunterkunft in der Industriestraße wohnen, haben es nicht immer leicht. Jetzt konnten sie einmal unbeschwert spielen und lachen. Der Helferkreis, die Fachstelle für Asylkoordination und Mitarbeiter des Abenteuerspielplatzes haben eine fröhliche und interessante Auszeit für die Buben und Mädchen auf die Beine gestellt.

Germering– Das Spielmobil des Abenteuerspielplatzes rollte langsam auf den Jugendspielplatz neben dem Großen Wertstoffhof an der Landsberger Straße. Mit im Gepäck: Jede Menge Kinder und Spiele. Als alles und alle ausgeladen waren, ging es bunt und aufregend zu. Ob an der Farbschleuder, auf den Pedalos, mit dem Skateboard oder auf Stelzen: Die Flüchtlingskinder aus dem Irak und aus Nigeria hatten keinerlei Berührungsängste und waren sofort mit Feuer und Flamme bei der Sache – sprich mitten drin und vertieft ins unbeschwerte Spiel.

Gemeinsam mit Frauke Stechow, seit kurzem Asylkoordinatorin der Stadt, versuchten etwa die irakischen Buben Nirosch (11) und Alind (14) erste Schritte auf dem Laufbrett. „Wenn ich Eins sage geht ihr mit dem rechten Fuß vor, bei Zwei kommt der linke Fuß dran – aber macht langsam, sonst stolpern wir“, forderte die auch im Helferkreis engagierte Frauke Stechow die zwei Buben auf. Zuvor hatten sich die beiden mit dem Nigerianer Alex (9) am Spielebrett Jakkolo versucht und so manche Holzscheibe ins Tor geschnippt.

In ihrem Germeringer Integrationsalltag gehören die Kinder im Grundschulalter bis 14 Jahren zur Lernfördergruppe von Dolmetscherin Amina Safiani. „Frau Safiani ist quasi Mittlerin zwischen Schule und Elternhaus und längst eine unverzichtbare Stütze in der Integrationsarbeit“, erzählt Frauke Stechow. Sie war selbst einige Jahre als ehrenamtliche Helferin aktiv, bevor sie zur hauptamtlichen Mitarbeiterin der Stadt wurde. Stechow weiß: „Durch die gemeinsamen Projekte sind die Kinder in den Schulen sehr gut angekommen, alle können sehr gut Deutsch sprechen.“

Im normalen Alltag des Lernförderprogramms stehen eine Stunde für den schulischen Bereich wie Hausaufgaben auf dem Programm, daneben kommt mit einer weiteren Stunde auch das Spielen nicht zu kurz. In der Familienunterkunft in der Industriestraße leben rund 25 Schulkinder. „Wir unterstützen sie gerne, damit ihre Integration in Germering gelingen kann“, betont Stechow. (akk)

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