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Ein Traum in Grün: das wiederhergestellte Biotop am Parsberg oberhalb des Germeringer Sees.

Am Germeringer See

Hier fühlen sich nicht nur Grasfrösche und Käfer wohl

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 Das Biotop am Parsberg oberhalb des Germeringer Sees verdient wieder seinen Namen. Im vergangenen Herbst hatte die Stadt mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde dort eine umfangreiche Ausforstung und Ausbaggerung in Auftrag gegeben. 

Germering – Grund: Das vor 32 Jahren angelegte Feuchtbiotop war im Laufe der Zeit fast völlig zugewachsen und nicht mehr zu erkennen, wie Thomas Wieser vom Umweltamt der Stadt gestern bei einem Ortstermin erklärte.

Jetzt können Spaziergänger, die sich vom Basketballplatz am See in Richtung Puchheim bewegen, mehrere unterschiedliche große tiefe und flache Teiche bestaunen, in denen sich vielerlei Leben tummelt. Die bei der Stadt angestellte Biologin Claudia Müller, die das Projekt maßgeblich begleitete, und Petra Heber von der Unteren Naturschutzbehörde

kommen bei der Nennung der vielen Tier- und Pflanzenarten in ihren neuen Lebensräumen kaum mehr zum Durchschnaufen. Sie berichten von einem Dachsbau, in dem sich auch ein Fuchs wohlzufühlen scheint; von Goldfischen und Schnappschildkröten, die als eher ungewollte Gäste hier leben, weil sie von ihren Besitzern ausgesetzt worden sind; von Grasfröschen, die hier wieder gedeihen können, weil das Laichgewässer nach der Ausastung wieder genügend Sonnenlicht bekomme sowie von Mönchsgrasmücken und anderen Vogelarten, die sich am Parsberg wieder wohlfühlen.

Die Grasmücke wird unter anderem angelockt, weil das aus dem zugewucherten Biotop entfernte Astwerk nicht entfernt, sondern zu einem Haufen aufgeschichtet worden ist. Dort fühlen sich viele Käfer und andere Insekten wohl, was wiederum den Vögeln gefällt. Das ist nur ein Beispiel dafür, was Claudia Heber einen funktionierenden Kreislauf nennt: „Je mehr unterschiedliche Pflanzen sich ansiedeln, desto größer ist auch das Insektenaufkommen. Und je mehr Insekten es gibt, desto mehr Vögel kommen dazu.“ Am Parsberg profitiere die Natur zudem davon, dass es unterschiedlichste Arten von Biotopen gibt, die alle verzahnt sind. Flache und tiefe Tümpel sind ebenso vorhanden wie Feucht- und Magerwiesen. Letztere sind beispielsweise ein Paradies für Orchideen.

Entstanden ist die Idee, das Biotop wieder zu beleben, im Vorfeld der vom Umweltbeirat und Bund Naturschutz initiierten Ausstellung „30 Jahre Biotop am Parsberg“ vor zwei Jahren. OB Andreas Haas überzeugte sich damals bei einer Besichtigung davon, dass von einem Biotop gar nichts mehr zu sehen sei. Den Unterschied zum jetzigen Zustand könne man sich gar nicht vorstellen, meinte er gestern vor Ort.

Maßgeblich an der Wiederherstellung beteiligt war auch der Bauhof. Dessen Mitarbeiter haben unter anderem den Zulauf hergestellt, der jetzt entlang des Wegs vom Waldkindergarten hangabwärts zum Biotop fließt und die Teiche mit Regenwasser füllt.

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