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So sieht die Zustellbasis innen aus. Zu Spitzenzeiten werden hier täglich bis zu 21 000 Pakete sortiert. 

Zustellbasis der DHL

Hier laufen die Weihnachtspäckchen durch

 Seit sie vor zweieinhalb Jahren in Betrieb gegangen ist, durchlaufen täglich 9000 bis 13 000 Pakete die Mechanisierte Zustellbasis (MechZB) an der Liese-Meitner-Straße im Germeringer Norden. 

Germering –Von dort aus versorgt werden Germering, Eichenau, Puchheim, Krailling, Planegg, Stockdorf, Gauting, Starnberg, Neuried, Feldafing, Pöcking, Gräfelfing und Martinsried. In der Vorweihnachtszeit wird das Paketvolumen deutlich größer als sonst. Die Prognosen sehen das Anderthalbfache vor, an Spitzentagen wird höchstwahrscheinlich sogar die Marke von 21 000 Paketen geknackt.

Die im April 2015 installierte automatische Sortiertechnik schafft einer Mitteilung der Deutschen Post zufolge 3200 Pakete pro Stunde und ist demnach auch dieser Rekordmenge gewachsen. Allerdings muss all das, was vor und nach der Sortieranlage passiert, an den vorweihnachtlichen Starkverkehr angepasst werden. Damit setzen sich Hasan Eroglu und sein Leitungsteam bereits seit September auseinander. Vorrangig geht es darum, rechtzeitig Aushilfskräfte einzustellen, was kein leichtes Unterfangen ist.

Seit September laufen die Einstellungsgespräche, 30 zusätzliche Kräfte wird Hasan Eroglu befristet verpflichten. Der größte Personalbedarf besteht in der Zustellung. Dafür braucht es einen Führerschein, Deutschkenntnisse und Erfahrung. Damit die Aushilfen wirkliche Hilfen für die 98 Beschäftigten der Stammbelegschaft werden, erhalten sie eine mehrwöchige Trainingsphase. Zusätzliche Paketfahrzeuge mietet die Deutsche Post bei Autovermietungen an.

Organisatorisch gibt es ebenfalls viele Anpassungen, damit die Paketflut bewältigt werden kann. Während normalerweise fünf Lkw mit zehn Containern reichen, um die Pakete aus dem Paketzentrum Augsburg nach Germering zu bringen, werden es kurz vor Weihnachten wohl 16 Container sein. Der erste kommt bereits früh um 4 Uhr in Germering an. Also müssen auch die Schichtpläne angepasst werden. Dasselbe gilt für die Zustellbezirke der Paketboten. Diese werden verkleinert und sogenannte Entlastungsbezirke eingerichtet.

Zur Planung hat die Deutsche Post gute Erfahrungswerte. Trotzdem wird die Tagesmenge der Zusteller erst ersichtlich, wenn alle Pakete sortiert sind. Dann kann es vorkommen, dass ein Auto übervoll ist, während ein anderes noch Kapazitäten frei hat. In dem Fall wird manuell umsortiert, damit sich die Zusteller die Arbeit aufteilen können. „Bei uns ist der Zusammenhalt immer gut, aber in der Vorweihnachtszeit rücken die Kollegen noch ein Stückchen enger zusammen“, sagt Hasan Eroglu.

Deshalb kann er seinen Kunden versprechen, dass jedes Paket, das Germering morgens rechtzeitig erreicht, am selben Tag in die Zustellung geht. Einzig die Witterung könnte einen Strich durch die Rechnung machen. Blitzeis und Schneestürme können den Verkehr schon einmal lahmlegen. Wenn dann aber einmal ein Lastwagen aus Augsburg liegen bleibt, sind die Postboten machtlos.

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