+
Das Hotel Huber ist schon seit Anfang Januar geschlossen. Die 38 Zimmer werden in Wohnungen verwandelt.

In Germering

Hotel Huber ist geschlossen – Umbau zum Wohnhaus läuft

  • schließen

 Das Hotel Huber am Bahnhofsplatz ist seit Beginn des Jahres geschlossen. Die 38 Zimmer sollen in 30 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen umgewandelt werden. 

Germering– In das Rückgebäude des Hotels, das größtenteils von einer Druckerei genutzt wurde, zieht eine Firma ein, die Feinkost produziert. Der Umbau hat schon begonnen und wird wohl ein Jahr dauern, wie Eigentümer Josef Huber erzählt.

Die Mitglieder des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses haben diese Nutzungsänderung jetzt zur Kenntnis genommen. Mehr konnten sie nicht tun. Denn die Umwandlung ist laut Stadtbaumeister Jürgen Thum zulässig. Es handelt sich um ein Mischgebiet, in dem Wohnen und nichtstörendes Gewerbe erlaubt sind. Die Stadt als Untere Bauaufsichtsbehörde muss dem zustimmen. Im Ausschuss wurde die Thematik nur vorgestellt, weil es sich laut OB Andreas Haas um einen nicht unwichtigen innerstädtischen Bereich handelt.

Mit der Umnutzung des Hotels kann ein zentraler Bestandteil der Innenstadtentwicklung nicht mehr umgesetzt werden. Erst vor zweieinhalb Jahren war das Siegermodell eines Realisierungswettbewerbs für den Bahnhofsbereich gekürt worden. Auf dessen Grundlage hätte eigentlich ein Bebauungsplan aufgestellt werden sollen – das ist vorerst nicht mehr möglich.

SPD-Fraktionssprecher Robert Baumgartner wollte deswegen wissen, ob man dem Eigentümer in irgendeiner Art und Weise Vorgaben machen kann. Denn im schlimmsten Fall blockiere die Wohnnutzung auf Dauer eine Neuplanung des Gebiets.

OB Haas gab ihm mit dieser Einschätzung recht: „Das war auch mein erster Gedanke.“ Es handle sich aber um Privatgrund. Die Eigentümer müssten mitmachen, sonst gehe nichts. Vor Jahren sei dies noch anders gewesen. Die Stadt habe den Wettbewerb durchgeführt, weil der Eigentümer einen Investor mit der Überplanung seines Bereichs beauftragt habe.

Inhaber Josef Huber begründet das Ende des Hotels mit der Tatsache, dass der Betrieb in den vergangen jahren immer schwieriger geworden sei und sich dies nicht ändern werde. Am Flughafen Oberpfaffenhofen gebe es ein neues Marriott-Hotel, München habe in den vergangenen Jahren 3000 neue Hotelbetten bekommen, 3000 weitere würden folgen. In Germering seien zwei Hotels geplant und auch in Freiham werde eins gebaut. Schon jetzt sei selbst zum Oktoberfest das Haus nicht mehr ausgebucht.

Die Tatsache, dass er nicht mehr der Jüngste sei und seine Kinder das Hotel nicht weiterführen wollen, haben ebenfalls zur Entscheidung beigetragen. Es werde wohl ein Jahr dauern, bis die Wohnungen fertig sind. Die gastronomischen Betriebe im Erdgeschoss des Hauses sind nicht betroffen, berichtet Huber weiter. Er selbst findet die Entwicklung übrigens schade. denn: „Das Hotel Huber war ja eine Institution“. Er müsse aber an die Zukunft denken.  kg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Pannenauto Grund für Unfall und Stau
Kleine Ursache, große Wirkung: So lässt sich ein Unfall am Dienstagabend gegen 17 Uhr auf der B 2 am Münchner Berg zusammenfassen.
Pannenauto Grund für Unfall und Stau
Tod unter der Amperbrücke: Ein Brucker Regio-Krimi
Jegliche Übereinstimmung mit der Realität ist erfunden, erdacht oder – vielleicht ironisch gemeint – völlig korrekt: Das Tagblatt präsentiert aus aktuellem Anlass …
Tod unter der Amperbrücke: Ein Brucker Regio-Krimi
Nach Eishockey-Match: Spieler-Väter gehen aufeinander los - und schrotten Umkleide
Nach dem Spiel der Eishockey-Jugend in Fürstenfeldbruck gegen Schongau eskalierte die Situation: In der Umkleidekabine des Stadions gerieten zwei Spieler-Väter …
Nach Eishockey-Match: Spieler-Väter gehen aufeinander los - und schrotten Umkleide
Anna aus Hattenhofen
Es gab wieder Nachwuchs im Hause Drexl in Hattenhofen. Elisabeth und Andreas Drexl freuen sich über die Geburt ihres dritten Kindes. Ihre Tochter Anna wurde jetzt im …
Anna aus Hattenhofen

Kommentare