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AWO-Vorsitzender Harald Müller (r.) berichtete bei der Einweihung der neuen Räume vom explosionsartigen Anstieg der Zahl der Grundschüler, die nach der letzten Stunde nicht nach Hause gehen. Bei der Feier unter anderem mit dabei: Andreas Haas (4.v.l.), Kleinfeldschul-Rektorin Claudia Bauer (3.v.l.), Kindergartenreferentin Eike Höppner (2.v.l.) und Leiterin Mathilde Bollin (5.v.l.). 

Einweihungsfeier

Immer mehr Schüler in Mittagsbetreuung

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Germering –Die Zahl der Kinder, die nach der letzten Schulstunde nicht nach Hause gehen, ist in den vergangen sechs Jahren explosionsartig gestiegen. Darauf wies AWO-Chef Harald Müller bei der offiziellen Einweihung der Mittagsbetreuung am Volksfestplatz hin.

 Die örtliche Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat vor 13 Jahren die Trägerschaft der Mittagsbetreuung an der Kleinfeldschule übernommen. Damals nutzten Müller zufolge insgesamt 53 Kinder in zwei Gruppen das Angebot. Der überwiegende Teil der Kinder ging damals im Schnitt zwei bis drei Tage in der Woche zur AWO-Betreuung. Bis zum Jahr 2010 war die Zahl der Kinder relativ konstant. Allerdings blieben sie immer öfter an drei bis fünf Tagen bei der AWO.

Dann begann das, was Harald Müller als Explosion bezeichnet. Mittlerweile besuchen 132 Kleinfeldschüler die Mittagsbetreuung, und zwar in der Regel die gesamte Woche über. Zählt man die rund 100 Kinder hinzu, die den Hort an der Schule besuchen, wird mehr als die Hälfte der insgesamt 399 Schüler auch am Nachmittag betreut.

Diese Entwicklung war Anlass für eine Reaktion seitens der Stadt. Die Plätze in den Betreuungs-

Pavillons der AWO neben der Schule reichten längst nicht mehr aus. Die ursprünglichen Pläne, am Standort einen zweiten Stock zu schaffen, scheiterten zunächst aus statischen Gründen. Um die Kinder zu Beginn des aktuellen Schuljahres nicht abweisen zu müssen, wurde am Volksfestplatz eine provisorische Anlage errichtet, die gestern offiziell eingeweiht wurde. In Betrieb ist sie schon seit September. Diese Zweiteilung des AWO-Angebots an der Kleinfeldschule soll aber nur bis zum Ende des Schuljahres bestehen bleiben. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Aufstockung der Container an der Kleinfeldstraße zum neuen Schuljahr perfekt gemacht.

Die aktuelle Lösung bereitet aus Sicht von Leiterin Mathilde Bollin aber keinerlei Probleme. Die Räume am Volksfestplatz böten optimale Voraussetzungen für die Betreuung. An Container erinnern die Räume in der Tat nur von außen, wie auch OB Andreas Haas bei der Einweihung feststellte. Innen hat man das Gefühl, sich in einem festen Bauwerk zu befinden, das zudem sehr hell und freundlich wirkt.

Auf mögliche Gefährdungen der Kinder, die mittags von der Schule zum Volksfestplatz gehen müssen, hat die AWO auch reagiert: In die neuen Container gehen nur die Dritt- und Viertklässler. Die kleineren Kinder bleiben in der Einrichtung unmittelbar neben der Schule. In den ersten Wochen sind die Kinder zudem von einem Betreuer abgeholt worden. Schüler, deren Unterricht schon um 12.15 Uhr endet, werden ebenfalls von einem AWO-Helfer an der Kleinfeldschule abgefangen: Sie lagern ihre Schulsachen in der alten Containeranlage und müssen am Pausenhof der Schule spielen, bis es zum Mittagessen zum Volksfestplatz geht, das um 13.15 Uhr beginnt. Betreut werden sie dort dann bis 15.30 Uhr. In dieser Zeit wird ihnen auch bei den Hausaufgaben geholfen.

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