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In der FOS/BOS Fürstenfeldbruck herrscht Raumnot. 2017 wird in Germering eine neue Fachoberschule gebaut.

Kreispolitik

Es steht fest: FOS kommt nach Germering

Landkreis – Jetzt ist es offiziell: In Germering entsteht bereits zum nächsten Schuljahr eine neue Fachoberschule. Der Druck auf Starnberg, sich finanziell zu beteiligen, wächst.

Weil die Brucker FOS/BOS trotz Erweiterungsbau aus allen Nähten platzt, besteht Handlungsbedarf. Der Kulturausschuss des Kreistags kam jetzt mehrheitlich überein (12 zu 3 Stimmen), die neue Schule zunächst als Übergangs-Lösung in Germering am Carl-Spitzweg-Gymnasium auf den Weg zu bringen. Damit eng verknüpft ist auch eine strategische, langfristige Entscheidung für Germering als Standort einer neu zu bauenden, größeren Schule.

Die Zwischenlösung für 300 junge Leute soll vor allem Schülern aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck offenstehen. Langfristig ist aber angesichts der Attraktivität der FOS mit rund 50 Prozent Gastschülern aus Nachbarkreisen München und Starnberg) zu rechnen. Der Landkreis Fürstenfeldbruck und das Kultusministerium hoffen mit der Entscheidung jetzt, Starnberg zur finanziellen Beteiligung bewegen zu können.

Mögliche Finanzierungsgemeinschaft mit dem Starnberger Landkreis

Ministerialbeauftragter Konrad Maurer, ließ in der Sitzung durchblicken, dass er gewillt ist, nötigenfalls Starnberger Schülern die Zulassung in Germering zu verweigern, sollte sich der Landkreis nicht am Neubau beteiligen. Weil die neue Schule quasi in Sichtweite von Schülern in Geisenbrunn und Gilching liegen würde, die zum Kreis Starmberg gehören, hält man es für denkbar, dass der Nachbarlandkreis irgendwann nicht mehr umhin kann, in eine Finanzierungsgemeinschaft einzutreten. Landrat Karmasin über Starnberger Schüler: „Die werden fragen: ,Warum dürfen wir da nicht hin?‘“

Der Landkreis München hatte im Vorfeld schon signalisiert, sich zu beteiligen, wobei mehr als fünf Prozent (das entspricht der Anzahl der zu erwartenden Schüler) nicht drin sein dürften. In der Sitzung kam auch Kritik an der Entscheidung pro Germering auf, weil Olching damit endgültig aus dem Rennen ist. Michael Schrodi (SPD) beantragte, den langfristigen Gedanken des Schul-Neubaus und die kurzfristige Lösung in Germering voneinander zu trennen. Das wurde mit 10:5 Stimmen abgelehnt.

Der Ministerialbeauftragte hatte zuvor dargelegt, dass sein Haus eine strategische Entscheidung erwartet, wenn es der schnellen Gründung einer neuen, noch relativ kleinen Schule zustimmen solle. Auch Landrat Karmasin drängte nach rund zwei Jahren Debatte auf eine Entscheidung.

Der Ministerialbeauftragte Konrad Maurer geht davon aus, dass die neue Schule in Germering zum Selbstläufer wird. Sie soll zum nächsten Schuljahr starten. Dies zunächst in den Räumen des Spitzweg-Gymnasiums, folgend dann in Containern und langfristig in einem Neubau, wobei die Stadt München Hilfe bei der Grundstücks-Frage signalisiert hat.

von Thomas Steinhardt

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