Seit Jahren ein Sanierungsfall: Wegen des alten AEZ wartete man bisher ab und verschiebt den Ausbau nun erneut.

Planungsausschuss

Industriestraße wird nur notdürftig geflickt

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Der Ausbau der maroden Industriestraße wurde schon vor fünf Jahren beschlossen, aber nie realisiert. Grund war unter anderem die ungewisse Zukunft des alten AEZ. 

Germering – Das Gebäude ist mittlerweile abgerissen, der Neubau im vollen Gang. Ausgebaut wird die Straße trotzdem nicht. Stattdessen beschloss der Planungsausschuss eine vom Bauamt vorgeschlagene provisorische Fahrbahnsanierung.

Grund ist laut Stadtbaumeister Jürgen Thum die ungewisse Finanzierung eines Ausbaus. Dieser hätte nämlich ursprünglich über die Anwendung der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) abgerechnet werden sollen. Weil die Strabs aber vom Freistaat gekippt worden sei und Art und Höhe der Kompensation durch die Staatsregierung immer noch nicht feststehe, sei ein kompletter Ausbau inklusive eines Gehweg-Baus nicht möglich.

Um den Fahrbahnbelag bis zu einer endgültigen Entscheidung wenigstens halbwegs in Ordnung zu bringen, schlug das Bauamt eine Übergangslösung vor. Dabei werden zunächst die bestehenden Schlaglöcher aufgefüllt und die Entwässerungsrinnen provisorisch instandgesetzt. Anschließend wird eine dünne Asphaltschicht aufgebracht, die dann zur Stabilisierung mit Splitt abgestreut wird.

Dieses Verfahren hat sich Thum zufolge unter anderem in der Hoflacher- und der Nimrodstraße bewährt. Wegen der hohen Belastung der Industriestraße durch Lkws wird allerdings nur mit einer Lebensdauer von drei bis fünf Jahren gerechnet. Die Kosten von rund 75 000 Euro halten sich allerdings in Grenzen. Aus Sicht von Thum käme das jährliche Flicken von Schlaglöchern kaum billiger.

Die Stadträte standen dem Vorschlag des Stadtbaumeisters positiv gegenüber. Lediglich Franz Senninger (CSU) dämpfte die Freude über günstige Sanierung etwas. Die Stichstraße an der Waldstraße genau gegenüber der Polizei sei vor einem Jahr auch auf diese Weise saniert worden. Jetzt seien da schon wieder Schlaglöcher zu sehen. OB Andreas Haas wies allerdings darauf hin, dass die Gewährleistung bei dem Belag zwei Jahre betrage. Und Verkehrsreferent Franz Herrmannsdorfer ergänzte: An der Hoflacher Straße funktioniert es bestens. 

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