Christian Dittrich Vorsitzender des Fördervereins Germeringer Insel.

Jahresversammlung

Insel-Verein muss Rücklagen angreifen

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 Der Förderverein Germeringer Insel ist gut gerüstet für die anstehenden Aufgaben. Das Vereinsvermögen liegt bei rund 71 000 Euro. Damit können seit dem Vorjahr weggefallene Zuschüsse des Freistaats in Höhe von 5000 Euro für das Mehrgenerationenhaus Zenja langfristig ausgeglichen werden. 

Germering –Allerdings deckte Vereinschef Christian Dittrich bei der Jahresversammlung in den Räumen der Insel auch etliche Problemfelder auf. Vor allem bei den eigenen Projekten zum Geldsammeln gab es im Vorjahr zwei herbe Rückschläge.

Dittrich erinnerte zunächst daran, dass der Verein vor sieben Jahren gegründet worden sei, um den drohenden Wegfall von Geldern des Bundes für das Mehrgenerationenhaus zu kompensieren. Dazu ist es dann aber nicht gekommen. Der Fluss der Bundesmittel – es handelt sich um 40 000 Euro – ist laut Dittrich noch bis mindestens 2020 gesichert. Allerdings könne man rückblickend froh sein, dass es so gekommen ist: „40 000 Euro jährlich zu sammeln, wäre verdammt schwierig,“ erklärte Dittrich.

Im Vorjahr bekam der 133 Mitglieder starke Verein dies zweimal deutlich zu spüren. Einerseits könne man aus Platzgründen die große Tombola im Einkaufszentrum GEP nicht mehr durchführen. Bei der bislang letzten Ausgabe waren hier immerhin 6200 Euro zusammengekommen.

Andererseits musste im Vorjahr die zweite Ausgabe der Sonnwendfeier am See wegen der Waldbrandgefahr gestrichen werden. Hier waren bei der Premiere 3400 Euro eingenommen worden. Es fehlten also rund 10 000 Euro an Einnahmen für die verschiedenen Förderprojekte. Das man hier dennoch rund 29 000 Euro im Jahr für das Familienpaten-Modell des Sozialdienstes, das Familiencafé der AWO, die Freiwilligenagentur der Germeringer Insel und andere Projekte ausgegeben konnte, lag an den hohen Rücklagen. Die sind dadurch aber von 86 000 Euro Ende 2016 auf 71 000 Euro Ende 2017 geschrumpft. Dittrich appellierte deswegen an die anwesenden Mitglieder, nach Alternativ-Standorten für die Tombola zu suchen. Auch die Gewinnung von Neumitgliedern sollte verstärkt werden, weil die 135er-Grenze seit Jahren nicht erreicht wird.

Die nächste Aktion zum Geldmachen steht in Kürze an: Beim dreitägigen Stadtfest auf dem Therese-Giehse-Platz wird der Verein wieder mit einem Stand vertreten sein. Ob die Sonnwendfeier durchgeführt wird, steht dagegen noch nicht fest.

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