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Rund 150 rosarote Pappbrillen haben Menschen an den Bäumen beim See befestigt. Das soll zeigen, dass Bäume lebendige Wesen sind. 

Kunst am Baum

Installation am Germeringer See: Ein Wald mit rosaroter Brille

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Die Künstlergruppe „Magic Forest“ sorgt mit einer weiteren Installation im Wald oberhalb des Germeringer Sees für Aufsehen: Rund 150 rosafarbene Papp-Brillen hängen an den Stämmen der dort stehenden Fichten.

Germering– Das Sprichwort „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt’s heraus“ kennt man ja. Im Forst oberhalb des Sees muss man es ab sofort leicht abändern: „ Wie man den Wald hineinblickt, so schaut’s heraus.“ Denn wer als Spaziergänger in diesen Tagen den Weg vom Basketballplatz aus nach oben in Richtung Biotop geht, hat nach einigen hundert Metern auf den ersten Blick eine Begegnung der ungewöhnlichsten Art. Rund 150 Fichten rechts des Wegs scheinen einen im Wortsinn anzublicken. An ihren Stämmen sind seit dem Wochenende großformatige Brillen, die aus Papptellern gebastelt wurden, befestigt. Dass sie zudem mit einer wasserfesten Farbe in leuchtenden Pink bemalt wurden, intensiviert diesen unwirklichen und verstörenden Einruck noch.

„Der Wald schaut zurück“ heißt die Installation dann auch treffend. Entworfen haben sie die zehn Künstler, die seit über einem Jahr am Projekt von Magic Forest arbeiten. Initiiert von der Germeringer Fotografin und Filmerin Vera Greif wollen sie mit den unterschiedlichsten Aktionen und Werken den Zauber des Waldes auf künstlerische Weise anschaulich machen.

Die erste öffentliche Aktion im März ist bis heute zu bestaunen: An einer Kiefer in der Nähe des Naturkundehauses befestigten die Künstler ein großes Sonnenrad. Im Januar wird das Projekt mit einer großen Ausstellung in der Stadthalle abgeschlossen.

An der Sonnenbrillen-Aktion durften jetzt nicht nur die Künstler mitwirken. Zahlreiche Besucher waren gekommen und halfen beim Anbinden der Brillen. Mit dabei waren auch OB Andreas Haas, Stadthallen-Leiterin Medea Schmitt und Kulturreferentin Centa Keßler. Medea Schmitt kam dabei aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: „Irre. Eine ganz tolle Aktion“, fasste sie ihre Eindrücke zusammen.“

OB Haas, der als Hausherr im städtischen Wald die Installation genehmigt hatte, war nicht weniger angetan. „Es ist spannend und regt zum Nachdenken an. Die Leute reden drüber. Sehr schön.“

Dieses Nachdenken ist genau das, was die Künstler erreichen wollen, wie Ideengeberin Eva Kränzlein vor Ort erklärte. Dem Waldgänger soll so klar gemacht werden, dass die Bäume auch lebendige Wesen sind und es eine Interaktion mit dem Menschen gibt – „Der Wald schaut zurück“. Die Signalfarbe Pink soll den Betrachter auch darauf hinweisen, dass der Mensch dem Lebensraum Wald oft störend gegenüber tritt.

Service

Die Installation ist auch als Film im Internet bei Youtube zu sehen. In die Suchmaske muss dazu nur „Der Wald schaut zurück“ eingegeben werden.

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