Beim Spatenstich packten die Feuerwehrleute um Kommandant Michael Kleiber (Mitte l.), OB Andreas Haas (Mitte r.) und weitere Gäste eifrig mit an.
+
Beim Spatenstich packten die Feuerwehrleute um Kommandant Michael Kleiber (Mitte l.), OB Andreas Haas (Mitte r.) und weitere Gäste eifrig mit an.

Germering

Jetzt wird am Feuerwehrhaus gebaut

  • VonHans Kürzl
    schließen

Bei der Germeringer Feuerwehr wird es eng. In zwei Jahren soll im Erweiterungsbau ausreichend Platz für die 85 Aktiven samt Fuhrpark sein. Mit dem Spatenstich beginnen die Bauarbeiten.

Germering – Sieben neue zusätzliche Fahrzeuggassen werden der Freiwilligen Feuerwehr Germerings zur Verfügung stehen, wenn der Erweiterungsbau an der Augsburger Straße Ende 2022 fertig sein wird. Dass sich darunter auch das eine oder andere Landkreisfahrzeug befinden wird, tut der Freude von Kommandant Michael Kleiber beim offiziellen Spatenstich keinen Abbruch. „Es rührt sich endlich was“, sagt Kleiber mit Blick auf die Baustellenfahrzeuge, die seit drei Wochen am Werk sind.

Und es wird auch höchste Zeit: „Bei uns stapeln sich die Fahrzeuge fast schon“, sagt Kleiber. Denn im alten Feuerwehrhaus, das seit genau 10 999 Tagen steht, herrschen beengte Verhältnisse. Kleiber hat das für den Tag des Spatenstichs genau ausgerechnet. Heißt übersetzt: Der Bau ist nach 30 Jahren an seine Grenzen gekommen.

Wenn die auf 5,5 Millionen Euro angesetzte Maßnahme in gut einem Jahr ihrer Vollendung entgegengeht, wird aber nicht nur für die Einsatzfahrzeuge mehr Platz geschaffen sein, sondern zum Beispiel auch für’s Werkzeug, mit dem man die Fahrzeuge wartet. Genauso werden die Spinde künftig zeitgemäßer sein: Privat- und Dienstkleidung können getrennt werden.

Zwei Wohnungen für Einsatzkräfte

Die Voraussetzungen dafür hat die Stadt Germering mit dem Kauf des Grundstücks geschaffen. Und in dem Erweiterungsbau entstehen zudem noch zwei Wohnungen. „Es ist Ausrichtung der Stadt, bei solchen Projekten auch Wohnraum für das dort tätige Personal zu schaffen“, betonte Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas. Gleiches gilt zum Beispiel beim Neubau von Kinderbetreuungseinrichtungen.

Mit anderen Bauprojekten der Stadt gemeinsam hat die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes Funde, die weiter zurückreichen als 10 999 Tage. Stadtarchivar Marcus Guckenbiehl ist auch an dieser Stelle fündig geworden: Er entdeckte Spuren von Pfahlbauten und einen alten Brunnen – beides dem Zeitraum um 400 vor Christus zuzuordnen.

Einweihung mit einem großen Fest

Kommandant Michael Kleiber wusste beim Spatenstich diese historische Verbindung zu würdigen. Doch am Ende bleibt der Blick in die Zukunft. Für 20 oder 30 Jahre werde wohl wieder Ruhe sein. Erweiterungsmöglichkeiten gäbe es dann auf diesem Gelände nicht mehr.

Doch bei Kleiber bleibt ein gutes Gefühl: „Für unsere 85 Aktiven werden wir gute Voraussetzungen und Arbeitsbedingungen geschaffen haben.“ Gefeiert werden soll es mit einer großen Eröffnung im Frühjahr 2023 – „bei wärmeren Temperaturen und besseren Umständen“, wie es OB Haas angesichts von Corona und des Nieselregens beim Spatenstich anmerkte.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare