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Tatkräftig hat Sebastian Seidl (l.) die Germeringer Polizisten bei einer Festnahme unterstützt, neben ihm steht Andreas Ruch.

Starke Leistung

Judo-Meister bringt gesuchten 1,90-Meter-Mann zur Räson

Er ist Polizist, demnächst Olympia-Teilnehmer und derzeit bei der Inspektion in Germering eingesetzt: Der 27-Jährige Judoka Sebastian Seidl unterstützt aktuell die Beamten in der Großen Kreisstadt – und konnte sich gleich auszeichnen. 

Germering – Dieser Tage musste die Polizei in Germering einen kräftig gebauten 18-jährigen Kongolesen in Gewahrsam nehmen, um ihn in den Jugendarrest zu bringen. Sie trafen den 1,90 Meter großen und bei der Polizei als problematisch geltenden jungen Mann in der Wohnung seiner Mutter an. Er machte keinerlei Anstalten, den Beamten zu folgen, sodass er ein robusteres Vorgehen praktisch herausforderte, wie die Polizei schildert. 

Judoka Seidl und sein in Selbstverteidigungsfragen ebenfalls sehr fitter Kollege Alexander Müller setzten deshalb ihre sportlichen Kenntnisse ein, ergriffen den 18-Jährigen in rasanter Geschwindigkeit und zwangen ihn so zwischen sich. Damit war jeder denkbare Widerstand sofort im Keim erstickt, erzählt Andreas Ruch von der Polizei in Germering – und der Transport in die Justizvollzugsanstalt verlief infolgedessen problemlos. 

Der 18-Jährige war zuvor unter anderem mehrfach wegen Taxibetrugs aufgefallen: er ließ sich wiederholt nach München chauffieren, um dann ohne zu bezahlen das Weite zu suchen. Judoka Sebastian Seidl ist nur für zwei Monate bei der Germeringer Polizei. Der Schwarzgurtträger und dreimalige deutsche Judo-Meister wird als Teil der deutschen Mannschaft an den nächsten olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Seine Ausbildung hat er im Spitzensportseminar der Bereitschaftspolizei gemacht.

(st)

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