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Julia Nagele ist auf den Tag so alt wie ihre Heimatstadt. Sie steht zurzeit am Beginn einer Karriere als Jazzsängerin.

Beide feiern heute 25. Geburtstag

Julia ist genauso alt wie ihre Heimatstadt

Germering – Heute vor 25 Jahren ist Germering zur Stadt erhoben worden. Am selben Tag erblickte eine junge Germeringerin das Licht der Welt: Julia Nagele. Sie ist gerade dabei, als Sängerin die Bühnen der Jazzwelt zu erobern.

Während sich ihre Heimatstadt auf die Feierlichkeiten zur Stadterhebung vorbereitet, dreht Julia Nagele, Künstlername „Jules“, an ganz anderen Stellschrauben: Sie startete vor kurzem eine Crowdfunding-Kampagne für ihr Debütalbum als Jazzsängerin – Crowdfunding steht für Geldsammeln via Internet. Zahlreiche Auftritte auf großen und kleinen Bühnen liegen bereits hinter ihr. Zuletzt begeisterte sie ihr Publikum im Rahmen der „Vocal Night“ in der Mannheimer Klapsmühl’.

Wenn sie mit ihrer StartUp-Kampagne die 8000-Euro-Marke knackt, geht die anvisierte Scheibe in Produktion. Mannheim ist derzeit ihr vorübergehendes Zuhause und der Dreh- und Angelpunkt ihrer Karriere als Musikerin: Hier studiert Julia Nagele an der Hochschule Jazzgesang und auf der dortigen Kleinkunstbühne Klapsmühl’ am Rathaus stellte sie im März ihr Debüt-Projekt einer breiten Öffentlichkeit vor.

„An dieser CD sind 17 Musiker beteiligt, darunter ein Streichquartett, ein fünfköpfiger Bläsersatz, Backingsänger und die Instrumentalisten der Rhythmusgruppe“, berichtet die 25-Jährige. Die Kritiker überschlugen sich mit Lob, sprachen von „eleganter Raffinesse, wunderbar musizierten Stücken rund um eine charismatische Sängerin“.

Warum brennt Julia Nagele für ihre Musik? „Das werde ich in letzter Zeit öfter gefragt und mir wird immer mehr bewusst, welch große Wirkung Musik auf einzelne Menschen aber auch Gruppen hat. Musik ist eine Sprache, die jeder versteht, sie ist friedlich und gemeinschaftlich – wenn Musik einen Raum erfüllt, wird jedes Individuum wieder ein Teil eines großen Ganzen.“

Dabei sei gar nicht ihr Traum gewesen, Musikerin zu werden: „Das ist mir einfach passiert“, gesteht sie. Heute fühlt es sich so an, als wäre es einfach normal und richtig – es gehört zu ihrem Alltag wie Essen oder Schlafen: „Es ist nur um einiges aufregender.“

Wurde mit der Stadt gemeinsam älter: Julia Nagele als Kleinkind in Germering.

Mittlerweile ist sie, wie sie selber sagt, reif für ein Album. „Bei 60 Konzerten im Jahr konnte ich unterschiedlichste Bühnen bespielen und viel ausprobieren, jetzt freue ich mich darauf, meine Musik auf einer CD zu präsentieren und hoffe, damit so viele Menschen wie möglich zu erreichen.“

Eigen und neuartig soll es werden, ihr erstes Album – mit unterschiedlichsten stilistischen Einflüssen und mit der Hilfe erfahrener Musiker will sie ihr Projekt verwirklichen. „Es wird echte handgemachte Musik mit Herz“, verspricht die 25-Jährige. Ihr Album wird ein Sammelwerk der letzten sechs Jahre – Lieder über das Leben, die Liebe, die Reise aus dem elterlichen Nest.

Bei ihren Crowdfunding-Unterstützern hat sie allein im Februar diesen Jahres 22 Wohnzimmerkonzerte gegeben, schon im November 2014 erhielt sie den Giesinger Kulturpreis. Doch ihr ganz persönliches Highlight war der Auftritt in Mannheim: „Wir haben mit dem kleinen Orchester das Programm des Albums aufgeführt – mit den Streichern, dem Schlagzeuger, E-Gitarre, Kontrabass und fünf Bläsern; das war Dolby Surround Sound de luxe auf der Bühne, die Stimmung war super und die Musiker haben meine Musik genau so interpretiert, wie es dem Moment entsprach und wie ich es mir gewünscht habe. Es war einfach toll.“

Wegen ihres Studiums ist Julia Nagele derzeit selten in in Germering. Sie möchte jetzt allerdings Kontakt zur Stadt aufnehmen, um eventuell noch etwas zu den Jubiläumsfeiern beizutragen. Sie denkt dabei an ein Konzert im Rahmen der Festwoche. Die findet vom 3. bis zum 5. Juni auf dem Platz vor der Stadthalle statt.

VON ANGI KIENER

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