Germering

Junge Domonter lernen Partnerstadt kennen

  • schließen

Die Städtepartnerschaft zwischen Germering und Domont wird in diesem Jahr 35 Jahre alt. Eine Delegation aus der Stadt in der Nähe von Paris war rund um den 1. Mai zu Besuch. In dieser Woche lernen 30 Schüler des Lycée George Sand ihre Partnerstadt kennen. Sie sind zu Gast am Max-Born-Gymnasium.

Germering – Vor drei Jahren ist der Schüleraustausch mit Domont, den es zu Beginn der Partnerschaft schon einmal gegeben hatte, reaktiviert worden. Partnerschule war damals ein deutschen Mittelschulen ähnliches Collége. Der Austausch wurde deswegen vom MBG auf die 8. Klassen beschränkt.

Das hat sich im Jubiläumsjahr geändert: Ab sofort ist ein Gymnasium, das Lycée George Sand Austauschparner des MBG. Jetzt kommen die Schüler der 10./11. Klassen auf ihre Kosten. Den Besuch in Frankreich haben die Germeringer Schüler schon im März absolviert. Seit Montag sind die Gäste aus Frankreich bei Germeringer Gasteltern untergebracht.

OB Andreas Haas begrüßte die 30 jungen Besucher aus Frankreich, ihre Lehrerinnen Elisabeth Kurkowski und Monique Treiber sowie die MBG-Schüler mit den Lehrkräften Franziska Pinarello, Julia Bäßler und Anne Klug im Zeit-Raum-Museum am Rathaus. Haas nutzte den Ort, um den Domonter Jugendlichen einen kleinen Überblick über die Stadtgeschichte zu geben. Als perfekte Übersetzerin stand ihm Französisch-Lehrerin Pinarello zur Seite.

Einige der jungen Besucherinnen waren im Dirndl zum Treffen mit dem OB gekommen. Der Rathauschef dachte natürlich an das gerade stattfindende Oktoberfest und komentierte es mit mit den worten: „Super. Deutsche und Franzosen haben mindestens eines gemeinsam: Sie feiern gerne.“ Ein mehrstimmiges, lautes „Oui“ („Ja“) war die treffende Antwort. Der gemeinsame Besuch der Schüler auf der Wiesn steht allerdings erst zum Ende des Aufenthalts am Wochenende an.

In einer lockeren Fragerunde wollten die Schüler unter anderem wissen, wie die Entwicklung der Stadt weiter gehe. „Glauben Sie, dass Germering irgendwann zu München gehört?“, wollte ein Mädchen wissen, das offensichtlich vom Bericht über die rasante Entwicklung der Stadt beeindruckt war. Die Antwort von Haas war allerdings eindeutig: „Nein. Allerdings weiß keiner, wie es in ein paar 100 Jahren aussieht.“ Er wolle auch gar nicht, dass Germering mit München zusammenwachse, fügte Haas an: „Ich bin froh, dass wir eigenständig sind.“ Die aktuelle Entwicklung in Freiham zeige, dass allgemein auf eine Distanz geachtet werde. Trotz aller Nähe zu Germering werde beispielsweise auf eine deutliche Trennung durch einen Grünstreifen Wert gelegt.

Angesichts der aktuellen Klimaschutz-Debatten und der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung musste Haas auch erklären, wie die Stadt damit umgehe. Er verwies unter anderem an die Leitlinien zum Klimaschutz, die die Stadt als Mitglied des Klimabündnisses schon vor Jahren erarbeitet habe. Kleinere Maßnahmen wie das Verbot von Einweg- und Plastikgeschirr bei öffentlichen Festen, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED oder den verstärkten Einsatz von Elektrofahrzeugen auch im Bauhof führte er ebenfalls an, bekannte aber auch: „Wir müssen das alles konsequent weiter entwickeln.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Diese Weihnachtsgeschichte hat kein Happy End: „Mir wird das Herz aus dem Leib gerissen“
Manfred Piringer, 55, aus Olching hat sich ins Weihnachtsfest verliebt. Jedes Jahr beleuchtet er sein Haus und denkt sich ein Musical mit Schneemann und Christkind aus. …
Diese Weihnachtsgeschichte hat kein Happy End: „Mir wird das Herz aus dem Leib gerissen“
Amper glänzt im Schein der Luzienhäuschen
Nach wochenlangem Basteln, unzähligen Tuben Kleber und fantasievollen Ideen war es endlich soweit: Am Freitagabend wurden die kunterbunten Luzienhäuschen zum …
Amper glänzt im Schein der Luzienhäuschen
Raubüberfall auf Handy-Laden: Täter erbeutet zehn Smartphones
Der Angestellte eines Ladengeschäfts für Mobiltelefone in Gröbenzell ist am Freitag Opfer eines Raubüberfalls geworden. Der Täter konnte unerkannt flüchten. Die …
Raubüberfall auf Handy-Laden: Täter erbeutet zehn Smartphones
In 25 Minuten zur Liste
Nach 25 Minuten war alles erledigt. In Rekordzeit stellten die Freien Wähler in Türkenfeld ihre Gemeinderatsliste auf. 
In 25 Minuten zur Liste

Kommentare