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Käthe und Valentin Csete sind seit 70 Jahren verheiratet. OB Andreas Haas überbrachte die Glückwünsche der Stadt und einen Präsentkorb.

Ehejubiläum

Sie sind sich 70 Jahre lang treu geblieben

Käthe (91) und Valentin Csete (101) aus Germering sind seit 70 Jahren verheiratet. Ihre Gnadenhochzeit feierten sie im Kreis der Familie und einem Besuch von OB Andreas Haas.

Germering– Käthe und Valentin Csete lernten sich 1947 kennen. Er spielte im damaligen Germeringer Gasthof Hartlwirt Schafkopf, sie arbeitete in der Küche. Es war Liebe auf den ersten Blick. Doch ein Problem blieb: Käthe machte sich große Sorgen, ob ihr Angebeteter auch evangelisch sei. Ein katholischer Partner kam für sie nicht infrage.

Käthe hatte Glück. Der gebürtige Siebenbürgener Valentin war evangelisch. Die ungarische Regierung hatte ihn 1941 nach Deutschland zum Arbeiten geschickt. Die Dornier-Werke waren froh über die Hilfe des gelernten Schlossers, setzten ihn in ganz Deutschland ein. Auch Käthe floh aus dem Osten, aus Jugoslawien

Am 22. März 1948 heirateten die beiden, ihre erste gemeinsame Heimat fanden sie in der Dornierstraße - passend zum früheren Arbeitgeber Valentins. 1949 kam das erste Kind. Heute haben Käthe und Valentin Csete zwei Kinder, vier Enkel und vier Urenkel. Zur Gnadenhochzeit werden die meisten vorbei kommen. Die Familie wohnt im Landkreis, blieb der Heimat aber immer verbunden.

Käthe und Valentin verband von Anfang an das Tanzen

Auch wenn die Csetes in den 70 Jahren ihrer Ehe sicher gute und schlechte Zeiten erlebten, sprechen sie nur über die Guten. Die Familie kennt Anekdoten über hilfsbereite Nachbarn und die Unterstützung der Gemeinde, aber kaum über die Gründe, die diese Unterstützung nötig machten.

Käthe und Valentin verband von Anfang an das Tanzen. Bis ins hohe Alter nutzten sie jede Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen. Erst als Käthe kurz vor ihrem 80. Geburtstag stürzte, gaben die beiden das Tanzen auf. Heute singt Käthe noch. Zur Gnadenhochzeit überrascht sie die Gäste mit einem Ständchen. Ein Lied aus ihrer Jugend, das sie mit ihrem Großvater sang.

OB Haas überraschte das Jubelpaar mit einem Geschenkkorb. „Stellen Sie die Lebensmittel kühl. Die halten nicht so lange wie Ihre Ehe“, scherzte er. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schickte einen persönlich signierten Brief.

von Christian Masengarb

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