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 OB Andreas Haas (2.v.r.) und Jugendreferent Oliver Simon (r.) lassen sich von den Architekten Verena und Achim Füllemann die Pläne erklären. Links ist Stadtbaumeister Jürgen Thum zu sehen.

Germering

Keine Altlasten im Boden: Abenteuer-Spielhaus auf sicherem Grund

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Der Neubau des Spielhauses am Abenteuerspielplatz kann wie geplant über die Bühne gehen. Die im Vorfeld befürchteten unangenehmen Überraschungen wegen Altlasten im Untergrund sind beim Ausheben der Baugrube ausgeblieben. In einem Jahr soll das neue Haus schon geöffnet werden.

Germering – Das alte Spielhaus des Abenteuerspielplatzes (ASP) am Aubinger Weg ist im Mai abgerissen worden. An seiner Stelle soll auf dem selben Areal nur etwas größer für rund 2,5 Millionen Euro ein modernes, offenes Gebäude in kompletter Holzbauweise errichtet werden. Der Standort hatte schon im Vorfeld der Planungen für Unruhe im Stadtrat gesorgt. Bevor der ASP dort vor 45 Jahren angelegt und zwei Jahre später das Spielhaus errichtet wurde, befand sich hier eine Kiesgrube, die aufgefüllt worden war. Welche Materialien beim Aushub des Erdreiches zutage treten würden, war deswegen trotz mehrerer Probebohrungen unklar. Im ungünstigsten Fall hätten aufwendige und teure Entsorgungsaktionen das Projekt verzögert und verteuert.

Pfähle sichern die Standfestigkeit

Bei einem Ortstermin mit OB Andras Haas und Stadtbaumeister Jürgen Thum konnte Bauunternehmer Stephan Huber jetzt Entwarnung geben. Beim Ausheben der Baugrube sei nur das zu Tage gekommen, was man erwartet hatte.

Eine Auswirkung hat die Tatsache, dass auf einer aufgefüllten Kiesgrube gebaut wird, aber doch. Um die Statik des neuen Spielhauses zu gewährleisten, müssen Huber zufolge so genannte Gussramm-Pfähle in den Untergrund getrieben werden. Erst dann kann das Fundament gelegt werden.

Voll im Zeitplan

Die Gilchinger Architekten Verena und Achim Füllemann erklärten beim Baustellen-Besuch, dass man sich bisher voll im Zeitplan befinde. Wenn die Bodenplatte gelegt ist, werden die Holzbauteile angeliefert und puzzleartig nach und nach zusammen gesetzt. Bis auf das Fundament und das Ziegeldach handle es sich um eine konsequente Holzbauweise – inklusive der Dämmstoffe. Die Fassade sei absolut hagelfest, erklärte Achim Füllemann auf Nachfrage. Auch das Dach halte üblichem Hagel stand, fügte er angesichts des kürzlichen nicht alltäglichen Unwetters an.

Spielbetrieb geht weiter

Der Spielbetrieb am ASP geht übrigens trotz der Baustelle weiter. Auf dem Parkplatz des benachbarten Jugendzentrums steht seit einigen Wochen eine Container-Anlage mit Küche, Bastel-, Spiel und Aufenthaltsraum als Unterschlupf. Der Spielbereich und das Hüttendorf Wühlmaus-City sind über einen Weg am Rande des Grundstücks weiter zugänglich. Der Baustellenbereich ist mit Hilfe von Absperrgittern abgesichert. Ein eingewachsener großer Ahorn, der neben dem alten Spielhaus stand, musste umgesetzt werden und steht jetzt hinter dem nördlichen Tor des Bolzplatzes.

Auch interessant: So sieht das neue Abenteuer-Spielhaus aus

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