Architekt stellt Pläne vor

Kerschensteiner Schule soll weiter wachsen

Trotz der Erweiterung in den vergangenen Jahren herrscht Raumnot in der Kerschensteiner Schule. Deshalb soll bald wieder gebaut werden. Jetzt wurden die ersten Pläne vorgestellt.

Germering – Die Schülerzahlen an der Kerschensteiner Schule sind in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Lernten im September 2010 noch 369 Schüler im Süden Germerings, waren es im Herbst vergangenen Jahres bereits 480. Momentan werden insgesamt 23 Klassen unterrichtet. Die Regierung von Oberbayern geht allerdings von einem künftigen Bedarf von 25 Klassen aus. Und ein Ende des Anstiegs ist nicht absehbar. Deshalb wird die Schule voraussichtlich im nächsten Jahr abermals erweitert.

Architekt Burkhardt Basner präsentierte in einer gemeinsamen Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses mit dem Sozial- und Jugendausschuss die Pläne für die Vergrößerung der Schule. Demnach soll die Schule weiter Richtung Theodor-Heuss-Straße wachsen. Das bisherige Hausmeisterhaus würde diesen Plänen allerdings zum Opfer fallen.

An seiner Stelle könnte ein Gebäude mit zwei Geschossen auf Stützen entstehen. Dort wäre Platz für bis zu sechs Klassenräume sowie für Flächen für sogenannte moderne Unterrichtsgestaltung. Ein Bau an dieser Stelle hätte laut Basner den Vorteil, dass der Schulbetrieb am wenigsten gestört würde. Auch eine neue Turnhalle könnte an der Theodor-Heuss-Straße entstehen. Darüber wäre Platz für eine Ganztagsbetreuung sowie für die neu zu schaffende Hausmeisterwohnung.

Den noch freien Platz auf dem Schulgelände an der Kerschensteinerstraße will Basner unangetastet lassen. Diesen Raum brauche man für mögliche künftige Erweiterungen.

Bei den Ausschuss-Mitgliedern sorgten die Pläne für gemischte Gefühle. Einig waren sich alle, dass die Schule mehr Platz braucht. Dem Hausmeister sein Häuschen wegzunehmen und ihn oberhalb der Turnhalle unterzubringen kam allerdings bei mehreren Mandatsträgern gar nicht gut an. „Mein Herz schlägt für die Kinder“, sagte Eike Höppner (SPD). Doch gute Hausmeister seien eben auch von großer Bedeutung. „Wenn die Wohnung direkt an der Turnhalle liegt, hat der Hausmeister ja nie seine Ruhe“, so die Befürchtung Höppners.

Pläne sollen auch Sportvereine berücksichtigen

Das sah auch Barbara Hagmann (Grüne) so. Sie befürchtete, dass sich der Hausmeister eine eigene Unterkunft suchen könne und die Stadt dann viel Geld umsonst investiert hätte. Stadtbaumeister Jürgen Thum konnte diese Sorge nicht teilen. Auch jetzt sei der Hausmeister „schon mittendrin“.

Um die Schulküche sorgte sich Sonja Thiele (CSU). Dafür müsse mehr Fläche als geplant zur Verfügung stehen. Gerade für die Mitarbeiter sei das enorm wichtig. Einen weiteren Aspekt, der nicht direkt mit dem Schulbetrieb zu tun hat, brachte Robert Baumgartner (SPD) ins Spiel. Der Sportreferent machte auf die fehlenden Hallenzeiten für Sportler in Germering aufmerksam. „Ich bitte, bei der Planung auch auf den Vereinssport zu achten“, sagte der Sozialdemokrat. Auch er sprach sich gegen die Hausmeisterwohnung über der Turnhalle aus. Der Bereich solle besser dem Budo-Sport zur Verfügung stehen.

Wie auch immer die abermalige Erweiterung am Ende aussieht: Billig wird sie nicht. Im Haushalt sind für das Projekt 6,6 Millionen Euro eingestellt. An Fördermitteln sind bisher 2,6 Millionen Euro eingeplant. (Tobias Gehre)

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