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Wer sein Kind für begehrte Angebote im Ferienprogramm wie die Riverboat-Touren der Wasserwacht anmelden wollte, musste bísher früh aufstehen. Mit dem neuen Online-Verfahren kann man künftig zu Hause buchen, benötigt dann aber auch Glück, wenn die Plätze ausgelost werden müssen. 

Sozialausschuss

Kinder online in die Ferien schicken

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Die Angebote des städtischen Ferienprogramms können künftig online gebucht werden. Die Stadt wird ein dafür notwendiges System mit entsprechender Software kaufen.

Germering – Das Sommerferienprogramm gibt es seit mittlerweile 38 Jahren. Und seitdem gibt es einmal jährlich einen Termin, der von Eltern und den Mitarbeitern des Jugendamtes wohl gleichermaßen gehasst wird: der zentrale erste Anmeldungstag. Er findet an einem Samstag vor den Ferien in der Aula der Kirchenschule statt und läuft nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ ab. Sprich: Wer als erstes vor Ort ist, kann sich für sein Kind die attraktivsten Angebote aussuchen. Das hat bisweilen dazu geführt, dass erste Eltern schon ab 5 Uhr vor der Schule warteten, wie Jugendamtsleiter Martin Rattenberger jetzt im Sozialausschuss berichtete. Sieben Mitarbeiter des Amtes müssten dann unter anderem die Anmeldungen aufnehmen, die Gebühren bar einnehmen und diese später einzahlen und verbuchen.

Die soll sich jetzt ändern. Vor den Osterferien habe man einen Testlauf mit der Online-Einschreibung gemacht, berichtete Rattenberger. Wirtschaftsverbandschef Jürgen Biffar habe dafür eine Plattform seines Unternehmens Docuware zur Verfügung gestellt. Die Erfahrungen seien durchweg positiv gewesen, so Rattenberger. Allerdings habe sich herausgestellt, dass dieses System nicht optimal sei für die Anmeldungen zum Ferienpogramm. Er empfahl deswegen den Kauf eines speziell dafür entwickelten Systems, das auch schon von anderen Städten genutzt wird.

Die jährlichen Kosten von rund 1100 Euro könnten dem Amtschef zufolge durch eine Einsparung an anderer Stelle gedeckt werden. Es sei künftig nicht mehr notwendig, das umfangreiche Ferienprogrammheft zu drucken. Ein einfacher Flyer mit Hinweisen zum Programm reiche künftig aus, die Inhalte würden dann im Internet genauer beschrieben. Mit den eingesparten Druckkosten könne man die Neuerung bezahlen.

Die Umstellung wurde von den Stadträten durch die Bank begrüßt. Oliver Simon (CSU) nannte es eine gute Sache: „Der bisherige Anmeldetag war eine Zumutung für Eltern und Verwaltung.“ Tinka Rausch warf allerdings die Frage auf, wie künftig geregelt wird, wer den den ersten Zugriff auf die Angebote habe. Martin Rattenberger konnte dazu noch keine genaue Antwort geben. Es gäbe mehrere Möglichkeiten, meinte er. Am elegantesten wäre wohl eine Art Losverfahren.

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