Musik bringt sie zusammen: Joachim Dorfmeister (l.), Leiter des Männerchores Emmering, die Schüler der 2a, 6a und 6b sowie rund 20 Sänger dreier Männerchores und Bigband-Leiter Jiri Mares üben gemeinsam Lieder ein. foto: weber

Kerschensteinerschule

Kinder und Chorsänger musikalisch vereint

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„Musik bringt uns zusammen“ – unter diesem Motto erlebten zwei 6. und eine 2. Klasse der Kerschensteinerschule gestern einen Unterrichtstag, der aus dem Rahmen fiel. Gemeinsam mit rund 20 Sängern der Männerchöre Emmering, Gröbenzell und Puchheim sowie Big Band-Chef Jiri Mares am Schlagzeug studierten sie Lieder ein.

Germering – Der Aktionstag Musik wird zum mittlerweile sechsten Mal von der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM) veranstaltet. Landesweit haben dabei rund 150 000 Kinder und Jugendliche mitgemacht und gemeinsam mit Erwachsenen musiziert. Die BLKM möchte damit zur Stärkung der Musik an Kindertageseinrichtungen und Schulen beitragen und musikalische Begegnungen von Musikschulen, Verbänden, Vereinen, Ausbildungsstätten, Senioren und weiteren Musikinteressierten schaffen.

Die Kerschensteinerschule profitiert dabei von einer besonderen Konstellation. Der Ehemann von Lehrerin Birgit Dorfmeister ist Leiter des Männerchors Emmering. Joachim Dorfmeister hat sich auch heuer wieder bereit erklärt, mit erwachsenen Kollegen den Kindern einen Vormittag lang die Lust am gemeinsamen Singen und Musizieren zu vermitteln. Dafür hat er sich ein ambitioniertes Programm an Liedern ausgesucht: „Der Mai ist gekommen“ und „Alle Vöglein sind schon da“ sind da ebenso zu finden wie Hubert von Goisern „Hiatamadl“ und Michael Jacksons Pop-Hymne „We are the world“.

Beim „Hiatamadl“, das Dorfmeister am Akkordeon begleitete, zeigte sich eine erste unerwartete Schwierigkeit: „Der bayerische Text ist das größte Problem“, erklärt der Sängerchef nach den ersten Versuchen – das liegt aber nicht nur an den zahlreichen Kindern mit Migrationshintergrund, die sich im Musiksaal versammelt haben. Auch die chorerprobten Sänger im Hintergrund tun sich mit den rasend schnell aufeinander folgenden Textfetzen nicht so leicht. Erst bei den wiederkehrenden Jodel-Teilen spürt man ihre Vertrautheit mit dieser Art von Musik. Nach mehreren Durchgängen sind dann aber alle soweit, dass der Alpenrock aufführungsreif durch den Raum schallt.

Mit dem Michael Jackson-Hit tun sich die Kinder und die älteren Sänger um einiges leichter – obwohl fast die Hälfte der Schüler zu erkennen gibt, dass sie den Song nicht kennen. Die englischen Textzeilen sprechen sie zumindest schon bei Versuchen mühelos mit dem Dirigenten mit. Als sie den Refrain dann mit musikalischem Hintergrund erstmals singen dürfen und zudem noch mit kleinen Perkussions-Eiern den Rhythmus rasselnd unterstützen können, nimmt auch dieser Song hörenswerte Züge an. An den Gesichtern der Kinder ist zu erkennen, dass ihnen das gehörig Spaß macht.

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