So soll das neue Kinderhaus vor der Bahnunterführung aussehen. s

In Germering

Kinderhaus am Bahnhof wird gebaut

Das vom privaten Träger „Denk Mit!“ geplante Kinderhaus vor der Unterführung an der Unteren Bahnhofstraße darf gebaut werden. Die Verwaltung billigte eine entsprechende Voranfrage, der Bauausschuss nahm dies nur noch zur Kenntnis.

Germering – Anfang Februar hat „Denk-Mit!“-Gründerin Karin Bader die Pläne für ein neues Kinderhaus am Bahnhof erstmals vorgestellt. Noch im Juli soll an der Unteren Bahnhofstraße mit dem Bau eines fünfgruppigen Kinderhauses begonnen werden.

Auf dem Grundstück unmittelbar vor der Bahnunterführung versorgte bislang ein Imbissstand vor allem S-Bahnpendler. Der Kiosk („Marica’s Imbiss“) steht zwar noch an Ort und Stelle, wird aber nicht mehr betrieben. Laut Karin Bader soll ein modernes zweistöckiges Gebäude errichtet werden, das sich gut in die Umgebung einfügt. Das Areal sei zwar klein und erlaube keinen großzügigen Garten für die Kinder. Die Freiflächen werden stattdessen überwiegend im Gebäude selbst realisiert.

Stadtbaumeister Jürgen Thum stellte jetzt im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss die Bauvoranfrage des Trägers lediglich vor. Weil es für das Gebiet keinen Bebauungsplan gibt, habe die Untere Bauaufsicht der Stadt die Anfrage nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches schon beantwortet. Der Ausschuss sei lediglich informiert worden, weil es sich um ein Bauvorhaben von öffentlichem Interesse handle.

Die Stadt hat demzufolge dem Bauwerber mitgeteilt, dass die Planung und die Nutzung als Kindertagesstätte zulässig seien. Die dritte gestellte Frage könne allerdings von der Kindergartenaufsicht des Landratsamtes beantwortet werden. „Denk Mit!“ wollte wissen, ob die Verwendung der Dachterrassen als Außenbereich den Anforderungen entsprechen.

Mangels Freiflächen auf dem Grundstück will der Träger die jeweils rund 115 Quadratmeter großen Terrassen dafür verwenden. Das gesamte Flachdach soll zusätzlich eine komplett bespielbare Fläche werden, von der aus über Rutschen die zwei tieferliegenden Terrassen erreicht werden können. Oberste Vorgabe ist dabei laut Bader aber immer, dass die Sicherheit der Kinder gewährleistet wird. Darauf wies auch Stadtbaumeister Thum auf eine entsprechende Frage von Robert Baumgartner (SPD) hin: „Wenn es abgesichert ist, dürfte es kein Problem geben.“ Allerdings müsse erst geklärt werden, ob diese Lösung von der Kreisbehörde gewünscht wird.

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