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Kindertagesstätte

Kitaplätze: 100 Kinder müssen warten

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Die Versorgungssituation in den Kinderbetreuungseinrichtungen hat sich zwar entspannt. Dennoch haben zum jetzigen Zeitpunkt 100 Kinder keinen Platz bekommen.

Germering – Die Stadt hat in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Einrichtungen in der Kinderbetreuung geschaffen. Derzeit stehen im Krippenbereich 350 Plätze, bei den älteren Kindern 1200 Plätze zur Verfügung. Aber auch das reicht nicht, wie der Leiter des städtischen Sozial- und Jugendamtes, Martin Rattenberger, jetzt im zuständigen Ausschuss berichtete. Nach der Anmeldung und einem ersten Abgleich unter den einzelnen Einrichtungen steht fest: Für 55 Krippen- und 45 Kindergartenkinder gibt es derzeit keinen Platz.

Laut Rattenberger sind 256 Kinder für die Krippen angemeldet worden. Ein Anspruch besteht dann, wenn der Nachwuchs am 1. Oktober mindestens ein Jahr alt ist. 21 angemeldete Kinder waren jünger, bei weiteren neun Anmeldungen hatten die Eltern weder einen Wohnsitz noch einen Arbeitsplatz in der Stadt. Auch sie haben daher keinen Anspruch. Weil aber nur 171 der insgesamt vorhandenen 350 Plätze im September frei sind, bleibt ein Überhang von 55 fehlenden Plätzen.

Im Kindergartenbereich liegt diese Zahl bei 45. Hier ist vor allem die Personalmisere schuld daran, dass der Bedarf nicht zu 100 Prozent abge

deckt werden kann. Die Räume für weitere Gruppen sind nämlich vorhanden, nur die notwendigen Erzieherinnen sind nicht vorhanden.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation aus Sicht von OB Andreas Haas allerdings leicht verbessert. Er gab sich zuversichtlich, dass bis September noch Lösungen gefunden werden und jedes Kind unterkommt.

Auch Kindergartenreferentin Eike Höppner (SPD) sah die Situation nicht so dramatisch. Sie habe auch den Eindruck, dass sich die Lage etwas entspannt hat. Die Erfahrung zeige zudem, dass es vor allem im Krippenbereich viele Anmeldungen gebe, die dann von den Eltern nicht wahrgenommen werden. Man bräuchte deswegen keineswegs sechs weitere Gruppen, um den Bedarf zu decken.

Amtsleiter Rattenberger wies ebenfalls darauf hin, dass die Situation vor einem Jahr schlimmer gewesen sei. Im Mai 2016 fehlten 60 Plätze bei den Kleinsten und 53 in den Kindergärten. Damals war die Personallage das allergrößte Problem. Im Juli 2016 war dann aber alles anders: „Kitaplätze: Alle Elternwünsche erfüllt“ war die Schlagzeile im Münchner Merkur.

Rattenberger versprach im Sozialausschuss, dass die Verwaltung alles tun werde, um alle angemeldeten Kinder unterzubringen. Unter anderem stehe schon fest, dass der private Betreiber „Denk Mit!“ in seiner Pavillonanlage neben der TSV-Halle eine weitere Gruppe einrichten werde. Die Stadträte nahmen dies zur Kenntnis.

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