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Die Germeringer Grünen haben ihr Programm vorgestellt.

Kommunalwahl

Grüne wollen Germering-Card einführen

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Die Grünen gehen zuversichtlich in die Kommunalwahl. Bei der Vorstellung des Wahlprogramms äußerte die OB-Kandidatin die Hoffnung, dass man zwei zusätzliche Sitze gewinnt. Dass man den OB in die Stichwahl zwingen kann, glaubt sie eher nicht.

GermeringSeit Juni haben die Grünen mit Agnes Dürr, ihrer Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt, am Wahlprogramm gefeilt, erzählte Stadträtin Sophie Schumacher beim Treffen im Kulturcafé an der Landsberger Straße. Bei einer Klausur haben die Teilnehmer zunächst gesammelt, was ihnen für Germering am Herzen liegt. Dann habe man bei zahlreichen Treffen daran gefeilt und letztlich ein neunseitiges Programm erstellt. Wichtig sei dabei stets gewesen, nur das aufzunehmen, was auch tatsächlich umsetzbar sei.

Herausgekommen sind Vorstellungen und Forderungen, die von einer nachhaltigen Stadtentwicklung über lokale Klimaschutzmaßnahmen bis hin zu Verbesserungen in der Sozialpolitik viel umfassen. Gerade bei Letzterem habe man laut Christian Huber, er kandidiert auf Platz zwei der Liste, auch ganz deutlich sagen müssen, dass die Stadt hier schon einiges zu bieten habe. Konsequent: „Wir müssen das, was gut läuft, auch am Laufen halten.“

Zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) haben sich die Grünen vorgenommen, in Verhandlungen mit dem MVV eine Germering-Card einzuführen. Diese Jahreskarte solle günstiges Nutzen der örtlichen Buslinien ermöglichen. Die bessere Taktung der Busfahrzeiten sei dabei ebenso wichtig wie Verbindungslinien zu den benachbarten S-Bahn-Strängen.

In der Wohnungspolitik schwebt der Ökopartei die Gründung einer Baugenossenschaft vor. Das schon beschlossene Modell der Sozialen Bodennutzung (Sobon) soll ausgeweitet werden: Wenn neues Baurecht geschaffen wird, soll der Anteil der geförderten Wohnungen von 30 auf 40 Prozent gesteigert werden.

Zum Klimaschutz

In Hinblick auf die aktuellen Diskussionen zur Bebauung des Kreuzlinger Felds fordern die Grünen, dass der nächste Stadtrat auf eine Balance zwischen benötigtem Wohnraum und gesundem Wachstum achten müsse.

In Sachen Klimaschutz setzt die Partei vorrangig darauf, Bewusstsein zu schaffen, weil viele Maßnahmen aus Sicht von Sophie Schumacher gar nicht vor Ort beschlossen werden könnten. Zusätzlich sollen aber alle Stadtratsentscheidung und Verwaltungsprozesse grundsätzlich auf ihre Klimaverträglichkeit geprüft werden.

Dass die Grünen zurzeit deutschlandweit im Trend liegen, spürt man im Vorfeld der Kommunalwahl auch in Germering. Friedrich Lange und Gerhard Blahusch berichten von einem enormen Zustrom neuer Mitglieder in den vergangenen Monaten. Auf der Stadtratsliste finde man viele Namen, die man vor einem Jahr nicht kannte. Dabei decke man mittlerweile alle Altersschichten und Berufsgruppen ab. Dem Ortsverband gehe es sehr gut, bestätigte Fraktionschefin Dürr.

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