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Das Kreuzlinger Feld.

Besiedlung

Kreuzlinger Feld in Germering kann geplant werden

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Die Pläne zur Besiedlung des Kreuzlinger Feldes werden konkreter. Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit beschlossen, einen Bebauungsplan aufzustellen und den Flächennutzungsplan zu ändern.

Germering Die geplante Bebauung des Kreuzlinger Feldes zwischen der Bahnlinie und der Alfons-Baumann-Straße erhitzt seit Monaten die Gemüter. Die Gegner des gewaltigen Vorhabens, bei dessen Verwirklichung aktuell 60 Wohnhäuser für rund 1400 Menschen entstehen, haben ihren Unmut in den Tagen vor der Sitzung in zahlreichen Briefen an die Stadt geäußert. Die Besucherplätze im Sitzungssaal waren am Dienstag wieder restlos gefüllt – der Einlass wurde mit Platzkarten geregelt.

Thema auch in der Fragestunde der Bürger

Das Kreuzlinger Feld wurde dabei schon thematisiert, bevor der Tagesordnungspunkt an der Reihe war. In der Fragestunde der Bürger meldeten sich mehrere Gegner der Pläne, die einerseits Kritik am vorliegenden Verkehrsgutachten äußerten. Andererseits wurde aber auch die Frage gestellt, ob mit einer Entscheidung des Stadtrates für einen Bebauungsplan alles so komme wie von Investor Thomas Vilgertshofer geplant.

Entscheidung nur über Verfahren

OB Andreas Haas machte hier schon deutlich, was später von mehreren Stadträten wiederholt wurde. „Wir entscheiden heute nur, ob ein Verfahren eingeleitet wird.“ Im Rahmen dieser Aufstellung eines Bebauungsplans, die in der Regel ein Jahr dauere, würden die verschiedensten Aspekte untersucht. Dazu gehöre der Verkehr genauso wie alle Fragen von Ökologie und Lärm, die in einem Umweltbericht beantwortet werden müssen. Auch die Beteiligung der Bürger sei Teil des Verfahrens.

Zum kritisierten Verkehrsgutachten, das nach Ansicht der Gegner von einem zu geringen Anstieg der Bevölkerung ausgehe und einen zu engen örtlichen Rahmen untersucht habe, nahm zunächst Stadtbaumeister Jürgen Thum Stellung. Dieses Gutachten sei schon anlässlich des Rahmenplanes entstanden. Es werde natürlich überarbeitet. Dabei werde unter anderem auch die Entwicklung von Freiham und die Auswirkungen auf den Verkehr in Germering untersucht.

Forderung nach einem Verkehrsgutachten

CSU-Fraktionssprecherin Manuela Kreuzmair war dies allerdings zu wenig. Die CSU würde der Einleitung des Verfahrens zwar zustimmen. Allerdings müsse das Verkehrsgutachten völlig neu erstellt werden – und zwar von einem neuen Gutachterbüro. Die Verkehrsproblematik sei aus Sicht der CSU entscheidend, ob die Pläne so umgesetzt werden können, wie es der Investor vorhabe: „Wenn es nicht läuft, brauche wir es gar nicht zu machen.“

Die CSU hatte schon in der vorberatenden Sitzung des Bauausschuss durchgesetzt, dass die maximale Höhe der geplanten Häuser auf vier Etagen (Erdgeschoss plus drei Stockwerke) begrenzt wird. Dies war aus Sicht von SPD-Fraktionschef Robert Baumgartner ein Fehler, denn: „Wir brauchen die Wohnungen.“ Ein neues Verkehrsgutachten sei aber auch aus Sicht der SPD notwendig.

Areal in einem Guss überplanen

Zu den Befürwortern des Verfahrens gesellte sich noch Martina Seeholzer (FWG/UBG). Es sei eine große Chance, die Bebauung des Areals in einem Guss zu planen: „Das ist viel besser, als viele Einzellösungen.“ Die Entscheidung über die Baudichte sei aber erst möglich, wenn man detailliertere Zahlen habe. Deswegen müsse man ins Verfahren einsteigen.

Fünf Stadträte lehnten den Einstieg ins Verfahren ab. Grünen-Sprecherin Agnes Dürr gab für ihre Fraktion die Ablehnung des Verfahrens bekannt, weil die Bebauung zu massiv werde. Sie glaube nicht, dass es weitere wesentliche Reduzierungen geben werde. Ähnlich argumentierte auch Maximilian Streicher, der das Nein der ÖDP verkündete. Peter Klotz (FDP) hätte sich zwar lieber enthalten, wie er sagte. Weil dies aber nicht möglich sei, stimmte er vor allem aus Gründen des Verkehrs dagegen.

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