In Germering

Kreuzlinger Feld mit weniger hohen Häusern geplant

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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In die umstrittene Bebauung des Kreuzlinger Felds ist Bewegung gekommen.

Germering – Der Allinger Bauunternehmer Thomas Vilgertshofer hat als Eigentümer fast des gesamten Areals im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss eine neue Planung vorgestellt, die auf die bisherige Kritik eingegangen ist. Wichtigster Punkt: Die Zahl der fünfstöckigen Gebäude wurde von früher 23 auf jetzt elf reduziert. Die Mitglieder des Ausschusses äußerten überwiegend Zustimmung – eine Abstimmung war aber noch nicht vorgesehen. Auch die zahlreichen Besucher, die die Sitzung verfolgten, schienen mit der Überplanung zufrieden zu sein.

Das rund zehn Hektar große Kreuzlinger Feld zwischen der Bahnlinie und der Alfons-Baumann- Straße ist eines der letzten großen unbebauten Areale im Stadtgebiet. Als vor rund einem Jahr ein Investor erste Pläne für eine Bebauung mit bis zu 1000 Wohnungen für rund 2000 Menschen vorstellte, kam schnell Protest auf. Eine Bürgerinitiative wandte sich vor allem gegen die aus ihrer Sicht zu massive Bebauung. Kritisiert wurde immer wieder die große Zahl an fünfstöckigen Gebäuden.

Bauunternehmer Vilgertshofer gehören mittlerweile fast alle Grundstücke des Kreuzlinger Feldes. Gemeinsam mit seinem Team hat er auf der Grundlage der ersten Vorstellungen eine Planung entwickelt, die den Kritikern entgegen kommt. Es habe dazu auch mehrere Treffen mit der Bürgerinitiative und mit dem benachbarten TSV Unterpfaffenhofen gegeben, erklärte er am Dienstag im Ausschuss. Ergebnis: Die Zahl der fünfstöckigen Häuser – gemeint sind Gebäude mit Erdgeschoss plus vier Stockwerke – sind deutlich auf jetzt nur noch elf reduziert worden. Zusätzlich entstehen 16 viergeschossige, 13 dreigeschossige, elf zweigeschossige und ein eingeschossiges Gebäude – ein Supermarkt südlich der Feuerwehr am Starnberger Weg.

Im Sinne des TSV verändert wurde auch der Platzbereich an der Alfons-Baumannstraße nahe des Sportzentrums. Hier entstehen auch kleinteilige Einkaufsläden wie Bäckerei und Metzgerei und (neu) 57 oberirdische öffentliche Parkplätze. Das Nahversorgerzentrum mit den angrenzenden Wohnungen wurde etwas von der Feuerwehr abgerückt.

Viel Wert gelegt wurde von Thomas Vilgertshofer zudem auf Belichtung, Durchlüftung und Durchquerung des neuen Wohngebiets. Nicht geändert habe man dagegen die Anordnung der großen Tiefgarage: Sie befindet ich ausschließlich unter den Gebäuden. Dadurch kann die Grünfläche optimal bepflanzt werden.

Obwohl dem Allinger Bauunternehmer nicht die gesamte Fläche gehört, ist auch mit der neuen Planung noch ein stattlicher Zuwachs an Neubürgern verbunden: Vilgertshofer rechnet mit Platz für 1553 Bewohner. Das war für Agnes Dürr (Grüne) immer noch zu viel: Sie würde sich zehn bis 15 Prozent weniger wünschen.

Tinka Rausch (SPD) sprach von einer „tollen Planung“. Es sei absolut notwendig für Germering, neue Wohnungen zu schaffen. Dabei sollte man auch die Realisierung eines Gebäudes für Mehrgenerationenwohnen nicht vergessen, meinte Sozialreferent Herbert Sedlmeier (CSU).  kg

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