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Die Magie des Waldes hat die Initiatorin des Projekts, Vera Greif, in einem Film eingefangen. Er ist bei der Ausstellung in Endlosschleife auf der riesigen Leinwand zu sehen, die die Stadthalle als Veranstalter ebenso zur Verfügung gestellt hat, wie zahlreiche andere technische Hilfsmittel.

Germering

Künstler fangen Magie des Waldes ein

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Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume. Das zeigt die neue Ausstellung „Magic Forest“ im Forum der Stadthalle Germering.

Germering –  Zehn Künstler aus Germering und der Region haben dort die Magie des Waldes in einem Gesamtkunstwerk eingefangen. Es ist der Höhepunkt eines mehr als einjährigen Projekts. Seit August 2017 waren zehn namhafte Künstler der Magie des Waldes auf der Spur. Nach zwei Aktionen im Wald kumuliert das Projekt nun in der Ausstellung, für die die bloße Bezeichnung „Werkschau“ zu wenig wäre. Angelika Brach, Vera Greif, Anna Kirsch, Eva Maria Kränzlein, Daniel Mihaila, Ute Richter, Brigitte Storch, Lutz Walczok, Irene Wührl-Petry und Rosa Zschau haben vielmehr ein Gesamtkunstwerk geschaffen – eine Hommage an den Wald.

Die Holzskulpturen von Ute Richter (l.) prägen die Ausstellung ebenso wie die von der Decke hängenden Holzschnitte von Rosa Zschau (M.)

Bei der Vernissage vor rund 200 Gästen hatte es Germerings OB Andreas Haas ob der strikten Vorgaben bei seiner Begrüßung nicht leicht: „Ich darf nichts zum Thema Wald sagen und nichts zum Thema Magie“, berichtete er den belustigten Zuhörern. Und so nahm er das Projekt und seine Künstler in den Fokus seiner Rede. Er lobte die Ausdauer der zehn Künstler, die sich gelohnt habe. „Magic Forest“ sei mehr als nur eine Ausstellung über den Wald. „Es ist eine Erfahrung.“

Und zudem ein echtes Germeringer Kindl, wie Haas betonte. Ersonnen wurde das Projekt nämlich von der Germeringer Filmemacherin und Fotografin Vera Greif – und zwar bei einem Waldspaziergang im Juli 2017, wie sie erzählt. Ihr schwebte ein Projekt vor, in dem der Wald aus verschiedensten künstlerischen Sichtweisen präsentiert wird.

Dass das gelungen ist, bestätigte der ehemalige Forstamtsleiter Hans-Jürgen Gulder, der mit der Künstlergruppe zum Start des Projekts eine Waldexkursion gemacht hatte. „Ich bin begeistert“, sagte er über die gezeigten Werke. Der Film „Ich bin Wald“, den Greif mit Unterstützung von Johnny Freifeld (Luftaufnahmen) und der Musik von Mihaila gedreht hat, zeige den Zustand des Waldes mit seinen Problemen wie dem Klimawandel sehr gut auf. „Die Situation am Parsberg ist fachlich und ästhetisch toll getroffen.“

Auch die Acryl-Gemälde von Angelika Brach haben es Gulder angetan: „Gerade das Totholz kommt bei dieser Technik sehr gut heraus.“ Und nicht zuletzt begeisterten ihn die Waldharfen von Eva Maria Kränzlein – eine Installation, in der sich die Künstlerin in abstrakter Weise mit dem Thema Wald beschäftigt. „Das ist etwas für die Fantasie“, sagte Gulder.

Plastische Bilder aus Naturmaterialien (Storch) gibt es ebenso zu bestaunen wie Skulpturen (Walczok, Richter), Bleistiftzeichnungen (Wührl-Petry), Fotografien (Greif, Kirsch), Holzschnitt auf Chintz (Zschau) oder Videoinstallationen (Greif, Mihaila). Diese Vielfalt fügt sich zu einem Gesamtkonzept.

Dafür steckten die Künstler auch zurück, wie Vera Greif erklärte. Während der Projektzeit seien weit mehr Werke entstanden, als nun in der Ausstellung zu sehen sind. „Uns geht es aber nicht darum, alle Werke eines Künstlers zu zeigen. Magic Forest soll vielmehr ein Gesamtkunstwerk sein“, sagt die Initiatorin. Dieses Ziel wurde erreicht, wie auch OB Haas bestätigte: „Die Ausstellung entfaltet ihre Wirkung schon beim Betreten des Forums.“

Und so beschäftigt sich Magic Forest nicht nur mit der Magie des Waldes. Die finale Ausstellung entwickelt ihre ganz eigene Magie, der sich die Betrachter nicht entziehen können.

Magic Forest

ist bis 10. Februar, dienstags bis donnerstags von 17 bis 20 Uhr, freitags und samstags von 17 bis 21 Uhr sowie sonntags von 15 bis 19 Uhr, im Forum der Stadthalle zu sehen. Am 27. Februar wird in der VHS ein „Making of“ des Projekts gezeigt.

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