Medea Schmitt präsentiert die Flyer für die neue Klassikreihe
+
Medea Schmitt präsentiert die Flyer für die neue Klassikreihe

Germering

Kultur steht weiter im Bann des Virus

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
    schließen

Die Stadthalle muss weiter mit den Unsicherheiten der Pandemie planen. Davon ist auch die Klassikreihe betroffen, die vor der zehnten Spielzeit steht. Die fünf Konzerte können nicht im Abo gebucht werden und finden überwiegend erst 2022 statt.

Germering – Vor Corona war es üblich, dass die Stadthalle die Abo-Reihe Klassik mit ihren fünf Konzerten auf das ganze Jahr verteilte: Zwei Konzerte fanden im Herbst und Winter sowie drei im Frühjahr und Sommer statt. Das wird jetzt leicht geändert: Es gibt in diesem Jahr nur eine Veranstaltung, 2022 sind die restlichen Konzerte angesetzt. Damit will Stadthallenleiterin Medea Schmitt möglichen Verschärfungen der Pandemiebestimmungen vorgreifen.

Schon im Vorjahr gab es zudem die Änderung, dass die Konzerte nicht mehr als Abo-Reihe angeboten wurden – die Zahl der Abonnenten war weit höher als die maximal zulässige Besucherzahl. Medea Schmitt entschied sich deswegen dafür, die Klassikangebote in das VIP-Bonus-System einzugliedern: Wer Karten für drei oder mehr Konzerte kauft erhält eine Ermäßigung von 15 Prozent. Dieses System soll auch in der neuen Reihe beibehalten werden. Denn trotz der bestehenden Lockerungen sind im Orlandosaal maximal 280 Zuschauer erlaubt – die Zahl der Abonnenten ist seit dem Start der Klassikreihe von 330 auf mittlerweile rund 500 gestiegen.

Das künstlerische Ziel der Reihe hat Medea Schmitt dabei nicht aus den Augen verloren: Es sollen Instrumental-Solisten von Weltrang mit größeren Orchestern oder kleinere Ensembles auftreten – die Verpflichtung von Orchestern ist seit Corona nahezu unmöglich geworden. Einer der Gründe ist laut Medea Schmitt der zu kleine Orchestergraben.

Zum Auftakt der Jubiläumsreihe gastiert am Freitag, 22. Oktober, das Fauré-Quartett. Dessen drei Streicher und ein Pianist feiern ihrerseits ein Jubiläum: Das Quartett existiert seit 25 Jahren. Sie gestalten ihren Auftritt in der Stadthalle deswegen als Wunschkonzert: Das Publikum darf sich unter 25 Werken aussuchen, was es hören will.

Die Reihe wird im Februar fortgesetzt mit dem Oboisten Ramon Ortega Quero, der mit der Sinfonietta Cracovia auftritt. Es folgen das Tetzlaff-Streichquartett (18. März), der Pianist Alexandre Tharaud (13. Mai) und die Solobläser des Bayreuther Festspielorchesters (10. Juli).

Der Vorverkauf

für die Klassikreihe und das Herbst-Programm startet am Samstag, 24. Juli.

Die Wellküren eröffnen die Herbst-Saison

Die Stadthalle wird pandemiebedingt auch im zweiten Halbjahr kein Programmheft herausgeben. Stattdessen gibt es kleinere Flyer, in denen die Veranstaltungen für jeweils nur zwei Monate zusammengestellt sind – mehr ist laut Leiterin Medea Schmitt wegen der anhaltenden Pandemie-Unsicherheit nicht möglich. Der jetzt vorgestellte, erste Flyer betrifft also nur die Monate September und Oktober. Das erste Konzert der Klassikreihe ist dabei ebenso aufgeführt wie zwei Ausgaben der Jazz-Reihe. Diese Konzerte sind fast alle aus Platzgründen vom Amadeussaal in den großen Orlandosaal verlegt worden.

Eröffnet wird die Herbst-Saison am 23. September von den Wellküren mit „Des werd scho wieder“. Schon einen Tag später gibt’s Jazz mit dem Michael Hornsteins Groovy Organ Trio – am Schlagzeug sitzt Drum-Star Pete York (Spencer Davies Group), an der Orgel Matthias Bublath. Der Oktober wird am 1. des Monats mit einem lokalen Projekt eingeläutet. Walter-Kolbenhoff-Preisträger und Roßstall-Legende Willi Hörmann liest satirische Texte, die Band Room to move liefert den passenden Soundtrack dazu mit Jazz, Folk, Latin und französischen Chansons. Dieser besondere Abend wird im bewirteten Amadeussaal mit Bistro-Bestuhlung durchgeführt. Es folgen am 8. Oktober die Keyboarder Bastian Pusch und Andreas Speckmann mit „Notenlos“.

Am 15. Oktober präsentiert Luise Kinseher ihr neues Programm Mamma Mia Bavaria. Am 21. Oktober ist die Kabarettistin Franziska Wanninger mit „Für mich soll’s rote Rosen hageln“ zu Gast. Am 29. Oktober beschließt das Martin Sasse Trio mit Jazz den ersten Programmabschnitt nach den Sommerferien. Der Flyer wird öffentlich ausgelegt. kg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare