Zum 110. Geburtstag von Walter Kolbenhoff hat die Stadt ein Blumengesteck am Grab niedergelegt. 

Walter Kolbenhoff vor 110 Jahren geboren

Kulturpreis im Gedenkjahr des Namensgebers

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Der im Januar vor 25 Jahren verstorbene Germeringer Schriftsteller Walter Kolbenhoff wäre am Pfingstsonntag 110 Jahre alt geworden. Die Stadt legte zum runden Geburstag einer ihrer bekanntesten Einwohner ein Blumengesteck auf das Grab im Friedhof an der Hörwegstraße.

Germering –  Möglicherweise wird in diesem besonderen Gedenkjahr des Autors, der an der Gründung des berühmten Schriftstellerkreises Gruppe 47 nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt war, auch der nach Kolbenhoff benannte Kulturpreis der Stadt wieder verliehen. Er war zuletzt im Jahr 2014 an den Organisten und Chorleiter Thomas Scherbel vergeben worden.

Veit Gundermann, Leiter des OB-Büros, bestätigt, dass die Vergabe des Walter-Kolbenhoff-Preises in der Planung ist. Ob die Verleihung allerdings noch heuer durchgeführt wird, stehe noch nicht fest. Die Stadtratsfraktionen sind aufgefordert, Namensvorschläge zu unterbreiten. Dann wird ein Kuratorium, in dem neben OB Andreas Haas Vertreter der CSU, der SPD

und der Grünen im Stadtrat sowie externe Mitglieder sitzen, den Preisträger auswählen. Möglicherweise wird wie früher üblich auch wieder ein Kulturförderpreis vergeben, berichtet Gundermann.

Der Kulturpreis wird seit 1979 in unregelmäßigen Abständen vergeben. 1995 wurde er nach Walter Kolbenhoff benannt. Seine Autobiografie „Schellingstraße 48“ gilt als bedeutendes Zeugnis der Nachkriegszeit in München. Kolbenhoff ist unter anderem Träger des Tukan- und des Günther-Eich-Preises. Mit seiner Frau Isolde, die ebenfalls Gründungsmitglied der Gruppe 47 war, lebte er nach dem Krieg bis zu seinem Tod in Germering.

Der mit 2500 Euro dotierte Preis stand vor 15 Jahren aus Gründen der Haushaltskonsolidierung kurz vor dem Aus. Der Heimatforscher Albert Bichler war damals für lange Zeit der letzte Preisträger. Erst elf Jahre später wurde der Kolbenhoff-Preis doch wieder verliehen. Bekannteste Träger sind unter anderem der Schauspieler Achim Höppner (2001), die Künstlerin Constanze Wagner (1988) und der Regisseur Günther Fleckenstein (1996).  kg

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