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Werktage

Kunstdiebe stehlen steinerne Katze

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Die Werktage auf dem Gelände der alten Kaserne neben der Autobahn sind von Dieben heimgesucht worden. Die Übeltäter kamen nachts aufs Gelände, entwendeten eine Katzenskulptur aus Stein und verschwanden.

Germering Michael Glatzel, künstlerischer Leiter und Organisator der Werktage, kann es nicht fassen. Zwei Tage lang hat der ungarische Bildhauer Ferenc Nemec an seiner Skulptur gearbeitet. Und dann war sie eines Morgens plötzlich verschwunden. Über Nacht, so Glatzel, sei der Dieb in das abgesperrte Gelände eingedrungen und habe das Kunstwerk gestohlen. Er und seine Kollegen hätten den Eindruck gehabt, dass der Unbekannte weitere Stücke in der Hand hatte und mitnehmen wollte. Offensichtlich sei er aber durch irgendetwas gestört worden, sodass er die weiteren Objekte liegen ließ.

„Gottseidank ist nicht mehr verschwunden“, sagt Glatzel. Aber nicht nur für den ungarischen Kunstfreund sei der Vorfall schlimm genug. „Es ist ein saudummes Gefühl für die Gemeinschaft.“ Die Zusammenarbeit bei den Werktagen sei seit Jahren von Offenheit und großem Vertrauen geprägt. Das sei jetzt empfindlich gestört worden.

Die Künstler verzichten Glatzel zufolge auf eine Anzeige bei der Polizei. Man habe das hin und her überlegt und diskutiert und sei zu dem Schluss gekommen: „Wir machen nichts. Wir lassen es auf sich beruhen.“ Der Aufwand sei viel zu groß. Außerdem sei es mehr als fraglich, dass da irgendetwas herauskommt: „Das geht doch aus wie das Hornberger Schießen.“

Ateliertage

Die bei den Werktagen geschaffenen Skulpturen und Installationen werden am Wochenende auch bei den offenen Ateliertagen im Garten des Kunsthauses an der Salzstraße gezeigt. Sie werden am Samstag um 14 Uhr eröffnet. Das Haus und die Kunstwerke sind auch am Sonntag von 14 bis 18 Uhr zugänglich.

Bitte um Rückgabe

Die Künstler der Ateliertage und allen voran Ferenc Nemec hoffen inständig, dass der Katzendieb vom Kasernengelände seine Tat bereut und die Figur (Foto) zurückgibt. Dies sei umso wichtiger, so Michael Glatzel, weil Nemec seine Skulptur als Grabstein für seine vor kurzem verstorbene Katze geschaffen hat. Am schönsten wäre es laut Glatzel, wenn der Täter die Katze anonym zum Atelierhaus an der Salzstraße bringt und dort auf dem Gelände abstellt.

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