Architekt Robert Meyer erklärt das Regionalmanagement Südwest anhand des Beispiels Germering. foto: kürzl

Ausstellung in der Stadtbibliothek

Mehr Wohnungen, mehr Lebensqualität

Mit Neubauten Mehrwert für die Stadt schaffen – das ist eines der Ziele des Regionalmanagement München Südwest. Eine Ausstellung in der Stadtbibliothek soll zeigen, wie das für Germering möglich ist.

Germering – Eines der Probleme, die der Verbund aus den acht Kommunen Gauting, Germering, Gräfelfing, Haar, Krailling, München, Planegg und Starnberg im Zusammenwirken lösen soll, beschreibt Oberbürgermeister Andreas Haas so: „Die Wünsche sind groß, der bezahlbare Wohnraum knapp.“

Den sollen in Germering 127 Wohneinheiten schaffen, die auf dem ehemaligen Morigl-Gelände an der Landsberger Straße entstehen. Das soll auch Germerings Selbstbewusstsein gegenüber Freiham darstellen, wie der zuständige Architekt Robert Meyer auf der Ausstellungseröffnung in der Stadtbibliothek erläuterte. Dort wird anhand von Beispielen aus den acht Kommunen gezeigt, wie das Motto „Potenziale nutzen, Wohnraum schaffen“ umgesetzt werden kann.

„Dass sich die S-Bahn hier unmittelbar in der Nähe befindet, ist ein Riesenvorteil“, so Meyer. Das könne ein Kriterium sein, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Gleichwohl ist mit 175 Tiefgaragen- Stellplätzen ein vergleichsweise großzügiges Angebot vorgesehen.

Dies kritisierte der im Umweltbeirat engagierte Klaus-Dieter Schiffauer zwar nicht grundsätzlich, doch würden Bewohner erfahrungsgemäß gerade bei schnellen Erledigungen eher einen ebenerdigen Parkplatz ansteuern. Architekt Meyer verwies darauf, dass auch wegen der Busanfahrt und des Wertstoffhofes der öffentliche Parkraum begrenzt sei. „Es muss sich bei den Bewohnern das Gefühl entwickeln, dass es mein Tiefgaragenplatz ist – auch weil man dafür bezahlt hat.“

Ulrich Wrede mahnte angesichts der immer größer werdenden Verdichtung eine stärkere Durchlüftung der Stadt an. Meyer verwies auf zwei große Feuerwehrzufahrten hin, durch die ein vollends geschlossener Häuserblock vermieden werde. Der Architekt gestand aber ein, dass die Durchlüftung der Stadt kein Bestandteil der Planung für den neuen Wohnkomplex an der Landsberger Straße gewesen sei.

Daher stellte sich für Jürgen Knöckelmann vom Umweltbeirat die Frage, welchen Sinn dann eine solche Ausstellung mache, die doch in die Zukunft weisen solle. Dem hielt Regionalmanagerin Katharina Reichel entgegen, dass die Ausstellung der Information diene. „Die Bürger haben so eine gute Möglichkeit, Vergleiche anzustellen, wie in anderen Kommunen geplant wird.“ An anderen Orten habe man damit gute Erfahrungen gemacht.

Die Ausstellung

ist noch bis Freitag, 13. Juli, während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek im Eingangsbereich zu sehen. Mehr Informationen zum Regional-Management gibt es im Internet unter www.rmmsw.de.

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