Südbayerische Rennbahnbörse

Mini-Flitzer und alles was dazugehört

Die Südbayerische Rennbahnbörse hat zum ersten Mal in der Stadthalle Station gemacht. Die Veranstalter waren mit dem neuen Standort und der Besucherzahl zufrieden.

Germering – Als Reifenhändler im Miniformat möchte sich Michael Ortmann nicht bezeichnen lassen. Obwohl seine Pneus allenfalls einen Durchmesser im untersten Zentimeterbereich haben, lösen sie so manch großes Problem eines Modellauto-Besitzeres. „Vor allem, wenn das gute Stück aus den 1960er-Jahren kommt“, sagt Ortmann. Doch unter den 300 Reifenmodellen findet sich meist etwas geeignetes, passende Felgen eingeschlossen. „Die Leute wollen schon ein komplettes Auto haben“, so Ortmann. Abgefahrene Reifen gebe es weniger, aber eines der kleinen Teile könne schon mal verloren gehen.

So bereist Ortmann mit seinem Ersatzteillager die Republik, besucht gut die Hälfte der rund 20 Rennbahnbörsen, die im Jahr stattfinden. So gesehen ist für ihn der Standort Germering weniger von Belang. „Wenn einer Ersatzteile braucht, kommt er überall hin“, erklärt Ortmann. Er vergisst aber nicht zu erwähnen, dass sein Stammsitz in Kottenheim nur 40 Kilometer vom

Nürburgring entfernt ist. Da komme der Bezug zu Autos und Reifen fast von selbst.

Veranstalter Richard Schlag, der die Börse mit Andreas Stecher organisiert hat, ist mit dem neuen Veranstaltungsort in Germering sehr zufrieden. 18 Jahre lang war er mit der Rennbahnbörse in Garching zu Gast. Der Umbau des dortigen Bürgerhauses zwang ihn zur Suche nach einem neuen Standort.

Doch das habe sich als Glücksfall herausgestellt, so Schlag im Rückblick. Die Stadthalle habe eine gute Infrastruktur, ausreichend Parkplätze und einen guten Service. „Die Tische waren schon aufgestellt“, nennt Schlag ein Beispiel. Wichtig sei für ihn auch das große Einzugsgebiet mit München, Fürstenfeldbruck und Gilching. Das lockt auch Händler unter anderem aus Tschechien und zudem rund 300 Besucher an.

Aus dem Landkreis Rosenheim ist Jürgen Schütz angereist. Seine Rennbahn hat er nur zu einem kleinen Teil aufgebaut. Doch das reicht aus, um die Vorzüge der digitalen Technik zu erklären. Bei seinen Modellen muss man auftanken und auf den Verbrauch achten. Wie im richtigen Rennbahnleben muss der Fahrer auf Geschwindigkeit achten. „Sonst bleibt er auf der Bahn stecken und muss per App nachladen.“ Selbst Boxen- und Motorengeräusche sind so programmiert, dass sie fast glauben lassen, man sei auf dem Nürburgring.

Schütz glaubt, dass die Technik hilft, die Jugend zu dem Hobby zu bringen. „Rennbahn und Modellauto nur im Kreis fahren lassen, das lockt keinen mehr.“ Aber wer tüfteln mag und technisch ein wenig begabt sei, den könne das Hobby sehr schnell packen. (hk)

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