In der Nähe des Bahnhofs

Mit Butterfly-Messer: Germeringer (15) bedroht und verfolgt Jugendliche

Sein Butterflymesser hat ein Germeringer (15) am Dienstag am Bahnhof gezückt. Er bedrohte und verfolgte zwei 13-Jährige. Die Polizei fasste den Täter wenig später.

Germering – In Angst und Schrecken hat ein Germeringer (15) zwei Jugendliche am Dienstag versetzt. Zuerst pöbelten er und ein Freund (13) die beiden 13-Jährigen an. Dann zückte er sein Butterflymesser und ging auf sie los. Die Jugendlichen flüchteten in ein Schnellrestaurant und alarmierten die Polizei. Die Täter flüchteten zwar, wurden von den Beamten allerdings wenig später festgenommen.

Der 15-Jährige wurde von seinem Freund angestachelt

Germerings Polizei-Vize Andreas Ruch zufolge passierte die Tat bereits am vergangenen Dienstag gegen 13.30 Uhr. Demnach waren die zwei 13-jährigen Schüler aus Germering und München vom Germeringer Stadthallenplatz in Richtung Bahnhof Bahnhof gelaufen. Auf Höhe einer Pizzafiliale sahen sie den 15-Jährigen und seinen Freund (13). Sie rauchten vor dem Geschäft.

Von den Blicken der Schüler fühlte sich der 13-Jährige offenbar provoziert. Er pöbelte sie daraufhin an und sagte, sie sollten „nicht so schauen“. Sein Freund (15) zögerte nicht lange und zückte sein Butterflymesser. Mit der ausgeklappten Waffe verfolgte er die beiden 13-Jährigen. Der Zuruf seines Kumpanen („Stich sie ab!“) stachelte ihn wohl an. Die verängstigten Schüler flüchteten in ein nahegelegenes Schnellrestaurant. Dort setzten sie einen Notruf ab. 

Auf der Flucht hatte der Täter die Waffe weggeworfen

Als die Beamten eintrafen, hatten sich der Täter und sein Freund zwar bereits aus dem Staub gemacht. Doch nachdem sie die Opfer befragt hatten, entdeckten die Polizisten die beiden Flüchtigen schnell und nahmen sie fest. Während seiner Flucht hatte der 15-Jährige sein Butterflymesser weggeworfen. Als sie seinen Fluchtweg absuchten, entdeckten die Polizisten die Waffe jedoch hinter einem Gitterrost.  

Das aus Germering stammende Duo wurde nach seiner Festnahme zunächst zur Inspektion in der Waldstraße gebracht. Danach wurden sie von ihren Eltern in der Wache angeholt. Der 15-Jährige durfte das Polizeigebäude allerdings erst nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder verlassen.

Gegen beide ermitteln die Beamten wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb / Ingo Wagner

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