Das kann sich sehen lassen: Timo (l.) und Jan stolz vor ihrem Kunstwerk.	Fotos: Hans Kürzl
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Das kann sich sehen lassen: Timo (l.) und Jan stolz vor ihrem Kunstwerk.

Germering

Mit Legosteinen zurück in die Normalität

  • VonHans Kürzl
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Der Bau einer Legostadt in der Freien evangelischen Gemeinde gehört zum festen Bestandteil der Ferien. Trotz Corona freuten sich jetzt wieder 14 Kinder über dieses Angebot.

Germering – Zum 13. Mal hatte die Freie evangelische Gemeinde am Bahnhofsplatz den Bau der Legostadt organisiert. Ein gutes Omen, wie sich herausstellte. Denn auch vor den Pfingstferien war schnell klar: „Die 14 Plätze waren schnell ausgebucht“, wie Pastor Thomas Scheitacker berichtet. Anmeldungen für den Bau der Legostadt seien „nie zurückhaltend“, wie der Pastor es zufrieden ausdrückt.

Sorgen, dass da ein Platz nicht gebucht wird, muss er sich nicht machen. Ein Mädchen und 13 Buben im Alter von acht bis elf Jahren kamen so zur Teilnahme. „Und wir waren froh, dass die Inzidenzzahlen früh Sicherheit gaben, so Scheitacker. Eine coronabedingte Absage habe nie im Raum gestanden.

Wichtig sei das vor allem für die Kinder gewesen, erklärt Scheitacker. „Die hatten Sehnsucht nach draußen.“ Die hätten endlich wieder etwas unternehmen wollen „Gemeinsam mit Gleichaltrigen“, fügt der Pastor der Freien vangelischen Gemeinde noch hinzu. Ein wenig fühle sich es für ihn an, als habe man den Kindern wieder eine Lobby gegeben. Vielen anderen habe etwa die Politik mehr Aufmerksamkeit gegeben. „Man hat die Kinder still leiden lassen“, so der Pastor.

Dass die Mädchen und Buben mit den Umständen der Pandemie gut zurecht kämen, hätten auch die drei Tage bewiesen, in denen zu je zwei Stunden an der Legostadt gebastelt worden ist. „Das mit der Maske haben die Kinder schon von der Schule gut drauf,“ lobt Scheitacker die Disziplin der Kinder. Mit zum Hygienekonzept gehörte neben der guten Durchlüftung auch die Vorgabe, dass nur paarweise gebastelt wurde und nie untereinander getauscht wurde.

In den Sommerferien will die Freie evangelischen Gemeinde im Rahmen des Sommerferienprogramms erneut eine Legostadt auf die Beine stellen. Geplant, so Scheitacker, sie das dann für die erste und zweite Ferienwoche.

Ein wenig hofft der Pastor, dass dann wieder mehr als die derzeit 14 zugelassenen Kinder Platz finden dürfen. Natürlich sei das von den Entwicklungen der aktuellen Corona-Situation abhängig. Aber wenn man es nur im derzeitigen Rahmen durchführen könne, sei das selbstverständlich in Ordnung, betont Scheitacker.

„Besser ein kleiner Rahmen als gar kein Angebot.“ Das sehe man an der Freude der Kinder, die jetzt in den Pfingstferien teilgenommen hätten. „Es ist so wichtig, ihnen diese Freude zu lassen“, sagt Scheitacker.

Unterstützung fand er die drei Tage in den Pfingstferien bei Saphira Winklhofer. Sie ist Mitglied der Jungschar in der Freien evangelischen Gemeinde. „Mit Lego habe ich nicht so viel am Hut.“ Aber als sie von Scheitacker gebeten wurde, bei der Betreuung zu helfen, habe sie gerne zugesagt. „Für die Kinder“, sagt auch Winklhofer.

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