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Sprecherin Gaby Off-Nesselhauf (vorne) und die Musikanten und Sänger fanden die pa ssenden Töne zum Advent in St. Jakob.

Dorfkirche St. Jakob

Mit leisen Tönen den Advent genießen

Germering – Die leisen Volksmusiktöne in der Dorfkirche St. Jakob mahnen zum Innehalten und bilden einen Ruhepol in der Adventszeit. Das besondere Konzert fand heuer schon zum 45. Mal statt.

 Der Winter hat noch nicht Einzug gehalten auf dem Flecken Erde, auf dem die Dorfkirche St. Jakob ihren Platz hat. Und doch lässt jeder Ton spüren, dass das Weihnachtsfest nicht mehr weit entfernt ist. Dass das nicht ein Fest der Geschenke ist und die Volksmusik mehr ist als nur ein Konzert, machte Diakon Benno Saruba klar: „Es ist nicht nur ein großartiges musikalisches Ereignis, sondern es hat auch einen tiefen religiösen Charakter“, sagte er. Das habe er bereits im vergangenen Jahr kennenlernen dürfen, so der Diakon.

Die Umgebung und die Worte mahnten zum friedlichen Umgang miteinander – politisch in der großen Welt und im Miteinander der Menschen. Dazu passten die Sätze, die Gaby Off-Nesselhauf wählt. „Den anderen achten, ned bloß als Gegner betrachten“, so die Bezirks- und Stadträtin, die zum ersten Mal die weihnachtlichen Texte und Verse vortrug. Es war ein bedächtiger Ton, den sie wählte und doch blieb keiner davon unberührt: „Wann wird d’Welt wieder g’scheid“, sagte sie und vermittelte mit dem Dialekt eine Eindringlichkeit, an der keiner der Besucher vorbei konnte.

Die erlesene Schar an Sängern und Musikanten gab immer wieder Gelegenheit, die Worte ins Herz eindringen zu lassen und darüber ohne jede Hektik nachzudenken. „Das schafft Ruhe in der Seele“, beschrieb es nach den eineinhalb Stunden Volker Raudner. Der 46-jährige Zuhörer gab aber auch zu, dass er schon wegen der Musik alleine gerne zum Konzert gekommen ist. „Sie macht mir Freude“, sagte er.

Der Ottobrunner Viergesang, das Germeringer Saitenspiel oder das Posaunenchorquartett Puchheim gehören im wahren Sinn des Wortes zum guten Ton der Volksmusik im Advent. Doch die Kolbinger Hausmusi, der Hachingertaler Dreigesang, die Mitterfelder Deandl oder die Vierer Musi fügten sich so harmonisch ein, dass Raudner keinen hervorheben wollte. „Das war ein wunderbares Gesamtbild, Musik wie gemalt.“ Der Andachtsjodler, wie gewohnt zum Schluss der Veranstaltung von allen Künstlern und Besuchern gemeinsam gesungen, unterstrich das.

Die 45. Volksmusik im Advent knüpfte damit nahtlos an den Grundgedanken sowohl ihrer Initiatoren, Isolde Schuster und Hans Mannhardt, an als auch an Toni Kiemer und Franz Egger, die die Veranstaltung lange Zeit weiter fortgeführt hatten. Dem schloss sich Off-Nesselhauf mit ihren Schlussworten an: „Aus der Ewigkeit is a Licht rüberkemma zu uns in die Welt.“ Das Tor zum Advent stehe für jeden offen.

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