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Nicht nur schön, sondern auch praktisch: Am Kleinen Stachus stehen die mobilen Pflanzkübel bereits seit einiger Zeit. Sie sollen auch den Lade- und Lieferverkehr eindämmen. 

In Germering

Mobile Pflanzkübel gegen Verkehrschaos

Germering –Viel Grün in der Stadt verbessert nicht nur die Aufenthaltsqualität. Mobile Pflanzkübel sollen zudem helfen, die Verkehrssituation an kritischen Punkten zu regeln. Deshalb werden im Frühjahr weitere Tröge aufgestellt.

 Am Kleinen Stachus haben die mobilen Pflanzkübel ihre Bewährungsprobe weitgehend bestanden. Nach dessen Umbau im letzten Jahr sollten weitläufige Aufenthaltsflächen das Areal attraktiver machen. Gleichzeitig wollte man den Lade- und Lieferverkehr eindämmen. Als städtebaulich verträglich wurden bewegliche Tröge erachtet, die vom Bauhof auf- oder umgestellt werden können. Weiterer Vorteil: Bei Veranstaltungen können die Pflanzen völlig entfernt werden, um Platz zu schaffen.

„Wir wollen flexibel reagieren können“, betonte Stadtbaumeister Jürgen Thum in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Oberbürgermeister Andreas Haas (CSU) wies ausdrücklich darauf hin, dass die mobilen Tröge bei der Verkehrslenkung „ein sehr wichtiger Aspekt sind“.

Daher hat die Große Kreisstadt zwei mobile Pflanzkübel bereits auch im Bereich der Germeringer Einkaufs-Passage aufgestellt. So soll das Auffahren auf Geh- und Radwege verhindert werden. Über die Verkehrs- und Parksituation hatten sich auch viele Germeringer bei der Bürgerversammlung beschwert. Am Rathausvorplatz will man ebenfalls solche Tröge aufstellen.

„Es ist geplant, weitere mobile Bepflanzungen anzuschaffen“, kündigte Thum für das kommende Frühjahr an. Um ein einheitliches Stadtbild und einen für den Bauhof komfortablen Transport zu gewährleisten, wolle man an der bisherigen Größe weitgehend festhalten, so der Stadtbaumeister. „Eine sehr gute Idee“, lobten übereinstimmend Katrin Schmidt und Eduard Sammiller (beide CSU).

Allerdings warnte Tinka Rausch (SPD) davor, die Stadtmitte mit zu viel Grün zu versehen und nannte den Kleinen Stachus als Beispiel. „Wir haben uns so viel Mühe mit der Architektur gegeben, um einen städtischen Charakter zu erhalten.“ Das dürfe man nicht durch kleinteiligen Aktionismus zunichte machen, so Rausch.

Der Kleine Stachus zeigt allerdings ebenfalls, dass die mobile Bepflanzung auch ihre Grenzen hat. Wo der städtische Bauhof für die Pflege und den Transport der Tröge anfahren muss, kann auch der restliche Lieferverkehr für die Einzelhändler nicht verhindert werden. Der Platz vor der Sparkasse war wegen der Bestuhlung durch die Trattoria bei der mobilen Bepflanzung ausgespart worden. „Bei Bedarf wollen wir aber nachlegen“, sagte Stadtbaumeister Jürgen Thum. (hk)

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