Der alte neue Vorstand der Modellbahnbauer (v.l.): Bodo Pietsch (Vorsitzender), Inge Trebeck (Kassenwartin) und Bernd Linden (Zweiter Vorsitzender).

Jahresversammlung

Modelbahnbauer suchen weiter eine Bleibe

 Die Modellbahn-Gemeinschaft Germering (MbGG) hat bei ihrer Jahresversammlung den Vorstand im Amt bestätigt. Bodo Pietsch bleibt demnach erster Mann im Verein, sein Stellvertreter ist weiterhin Bernd Linden und die Kasse wird von Inge Trebeck geführt.

Germering – In einem Rückblick erinnerte Pietsch an die kürzliche Ausstellung in der Stadthalle als erster Höhepunkt des Vereinsjahrs. Sie fand mittlerweile zum vierten Mal statt und hat sich offensichtlich einen festen Platz bei jungen Familien erobert, so Pietsch. Er schätzt, dass gut 1400 Besucher an den beiden Tagen in die Stadthalle gekommen sind. Kindern nahezu jeden Alters sei wieder ein umfangreiches Programm geboten worden. Neben einer Holz- und Lego-Eisenbahn konnte sich der Modellbahner- Nachwuchs an einer echten elektrischen Modellbahn in Spur H0 sowie einer großen Gartenbahn versuchen. Die etwas Älteren hatten auch Gelegenheit, sich beim Modell-Basteln zu probieren.

Ein Höhepunkt für alle, die sonst nicht so viel mit Modellbahn anfangen können, war aus Sicht von Pietsch der Nachbau des Bahnhofs Unterpfaffenhofen-Germering zum Zeitpunkt der Eröffnung der Bahnlinie Pasing-Herrsching im Jahr 1903. OB Andreas Haas, Stadtarchivar Marcus Guckenbiehl sowie zahlreiche Germeringer hätten an diesem Diorama im Maßstab 1:87 großes Interesse gezeigt.

Der erst vor vier Jahren gegründete Verein hat die Zahl seiner Mitglieder auf mittlerweile 19 fast verdreifacht. In Zeiten, so Pietsch, in denen andere Modellbahn-Vereine eher Mitglieder verlieren oder im besten Fall stagnieren, sei dies eine beachtliche Entwicklung.

Die Modellbauer waren aber nicht nur bei der jährlichen Ausstellung öffentlich aktiv. Sie beteiligten sich unter anderem wieder am Sommer-Ferienprogramm der Stadt und waren bei der Vorstellung der Vereine, Parteien und Organisationen in der Stadthalle mit einem Modellbahn-Modul vertreten. Guten Zuspruch fand dem Bericht von Pietsch zufolge der jeden ersten Donnerstag im Monat stattfindende offene Stammtisch des Vereins.

Für das laufende Jahr hat der Verein neben der erneuten Teilnahme am Ferienprogramm der Stadt und der Vorstellung der Vereine auch eine landkreisweite Aktion im Blick. Er will bei der vom Landratsamt federführend koordinierte Aktion „Väter in Aktion“ mitmachen.

Bodo Pietsch erwähnte in seinem Bericht auch eine negative Entwicklung. Trotz intensiver Bemühungen inklusive eines Aufrufs im Merkur habe man keinen geeigneten für den Verein finanzierbaren Raum finden können. Ein fehlendes Vereinsheim könnte sich als Hemmschwelle für das weitere Wachstum der Modellbahnbauer erweisen. Denn: „Es fehlen nicht nur Lagerkapazitäten für die Module der vereinseigenen Anlage, es kann auch nicht gemeinsam gebastelt oder eine Jugendgruppe gebildet werden.“ Die Mitglieder hoffen jetzt auf die Entwicklung der Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände an der A 96: „Vielleicht entstehen hier geeignete Räumlichkeiten, in denen wir eine Heimat finden können“, so Bodo Pietsch. tb

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