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Modellbauer mit 2G zurück aus der Pause

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Bei der 41. Südbayerischen Rennbahnbörse herrschte reger Betrieb, vor allem in den ersten beiden Stunden.
Bei der 41. Südbayerischen Rennbahnbörse herrschte reger Betrieb, vor allem in den ersten beiden Stunden. © Kürzl

Um vier Uhr aufstehen und gut 400 Kilometer einfach so mal runterreißen, wie das Frank Müller getan hat – das allein beweist schon viel Liebe zum Hobby. Doch die 41. Südbayerische Rennbahnbörse im Amadeussaal der Stadthalle war dieses Mal noch aus einem anderen Grund ein ganz besonderer Anziehungspunkt.

Germering – „Es hat schon lange keine solche Börse mehr gegeben“, erklärt Frank Müller. Es lag natürlich an der Corona-Pandemie, „dass wir mit unserem Hobby eine ganze Weile nicht mehr raus durften“, erklärt Müller. Das habe seine Entscheidung schon beeinflusst, sich vom Frankfurter Raum aus auf den langen Weg nach Germering zu machen.

Unikate haben ihren Preis

Immerhin hat der 52-Jährige eine Besonderheit in seinem Sortiment: Bierkästen im Miniformat aus dem 3D-Drucker, kleine Rennfahrer und Zeitungsboten beispielsweise, alles mit Liebe zum Detail handbemalt von seiner Frau Ines. „Großartig wie sie das macht“, kommt das Kompliment spontan. „Aber so habe ich hier nur Unikate“, präsentiert er die kleinen Kunstwerke stolz.

Und die haben schon ihren Preis, zwischen sieben und zwölf Euro. Das komme auf die Nachfrage an, doch die Kunden wüssten die Mühe in aller Regel zu schätzen. Nur manchmal müsse er sich ärgern: „Wenn Leute versuchen, den Preis auf fast Null herunterzudrücken.“ Verdienen wolle er nichts, so Müller. „Es soll halt ein bisschen Anerkennung rüberkommen.“

Klaus Lemmermeier aus Nürnberg hat die große Kasse ebenso wenig im Sinn. Dafür bietet er ein großes Ersatzteillager, fein säuberlich sortiert in Setzkästen. „Vor allem für Carrera-Autos aus den 1960ern bis 1980ern“, beschreibt er sein Sortiment, das ungefähr 2000 Teile aufweist. Einen kaputten Reifen zu ersetzen ist da ebenso wenig ein Problem wie ein beschädigtes Lenkrad. „Für manche bin ich schon die letzte Rettung, bevor sie ihr Sammlerstück wegwerfen.“

Aussteller und Besucher mit 2 G

Lemmermeier gehörte zu den 30 Ausstellern, die sich in der Stadthalle einfanden. „Mit Impfnachweis“, wie Bernd Linden als Organisator der Rennbahnbörse fast schon routinemäßig feststellt. Ein paar nicht geimpften Ausstellern habe er wegen der bestehenden 2G-Regelung absagen müssen. Für die österreichischen Aussteller habe es trotz der Einstufung des Landes als Hochrisikogebiet aber keine Schwierigkeiten gegeben.

Auch sonst habe es keine großen organisatorischen Herausforderungen gegeben. Der Amadeussaal sei ideal für so eine Veranstaltung auch in Pandemiezeiten. „Man kann die Tische weit genug auseinanderstellen, Abstände gut einhalten“, fügt Lindens Frau Andrea hinzu. Das Besucherinteresse habe sich zudem recht gut über die vier Stunden verteilt. Wobei bei den Schnäppchenjägern die ersten beiden Stunden schon besonders gefragt waren.

Bernd Linden zeigte sich zuversichtlich, dass die nächste Rennbahnbörse, eingeplant für den 27. März, ebenfalls stattfinden kann. Man sei auf alle Richtlinien eingerichtet und vorbereitet. „Es wird dann nur spannend werden, was Markus Söder dazu einfällt.“

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