Explosion in New York: Polizei geht Hinweisen nach

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Die Theaterklasse der Wittelsbacher Mittelschule führte eine gefeierte Interpretation von Michael Endes Momo auf. Die Hauptdarstellerin ist dabei leicht zu erkennen: Sie ist als einzige nicht schwarz gekleidet. 

Momo bekämpft die Grauen Herren mit bunten Bändern

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Germering – Die Geschichte, die Michael Ende in seinem Kinderbuch-Klassiker Momo spinnt, kennt wohl fast jeder: Die Grauen Herren von der Zeitsparkasse wollen die Menschen zum Zeitsparen verleiten. Das Ergebnis ist verheerend: Je weniger Zeit man hat, desto weniger Freude und Lust am Leben hat man.

Das Ziel der Grauen Herren, die Welt zu beherrschen, rückt näher. Wenn da nicht Momo wäre, ein kleines, hilfsbereites, lebenslustiges Mädchen. Gemeinsam mit Meister Hora, dem Hüter der Zeit, und ihren Freunden schafft sie es letztlich, die Pläne der Zeitsparkasse zu durchkreuzen.

Die Theaterklasse der Wittelsbacher Mittelschule hat dies mit Hilfe ihrer Lehrerinnen Petra Börding und Maike Neidhardt umgesetzt und in modernes Musiktheater verwandelt. Meister Hora kommt dabei zwar ebenso wenig vor wie dessen Schildkröte Kassiopeia – aber den Kern der Geschichte haben die Schüler großartig umgesetzt. Sie schafften es sogar, die nicht unbedingt einfache Zielgruppe der Sechst- und Siebtklässer bei einer Aufführung zu Begeisterungsstürmen hinzureißen.

Schon der Auftakt machte klar, dass die Handlung vor allem mit symbolträchtigen Tanzbildern und passender Musik erzählt werden sollte. Die erste Szene zeigte, „wie die Zeit vergeht“: Die schwarz gekleideten Schüler spazierten im Uhrzeigersinn auf der Bühne. Dann fingen sie nach und nach an, typische Bewegungen des täglichen Alltags zu machen. Anschließend wird noch Langeweile pantomimisch dargestellt. Und dann kommt Momo und bringt Farbe ins Spiel – zu einem weißen Hemd ist sie noch mit dutzenden farbigen Seidentüchern ausgestattet.

Szene für Szene wird das Stück entwickelt, ohne viele Worte. Und am Ende liegen die grauen Herren, die mit großen Holzfratzen, die die Schauspieler vor ihre Gesichter halten, fast schon furchterregend aussehen, besiegt vor der Bühne auf dem Hallenboden.

Momo sammelt die bunten Zeit-Bänder ein, die die Grauen Herren den Kindern abgenommen haben, und das normale, farbige Leben kann weiter gehen. Aus dem Off ist noch zu hören, was die Kinder mit mehr Zeit anfangen würden, ehe ein dramaturgischer Kniff für einen abschließenden Höhepunkt sorgt: Auf einer Leinwand werden Bilder aller Schauspieler inklusive der Lehrerinnen gezeigt – vom Baby bis zum aktuellen Alter. Spätestens da war der tobende Beifall der Zuschauer sicher.

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