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Noch ist es nicht klar , wie es hier weitergeht: Das frühere Autohaus Morigl verfällt immer mehr. 

Bundesverwaltungsgericht

Morigl-Prozess: Stadt muss nachbessern

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Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Revision der Stadt in der Causa Morigl zurückgewiesen. Die Bebauung des Grundstücks ist damit aber nicht vom Tisch. Die Stadt wartet jetzt auf die Urteilsbegründung.

Germering– OB Andreas Haas und der Rechtsanwalt der Stadt, Joachim Krauß, nahmen die am Donnerstag verkündete Entscheidung zunächst mit Erstaunen auf. In der rund zweistündigen, mündlichen Erörterung des Bundesgerichts am Vormittag hatten beide den Eindruck, dass das Verfahren im Sinne der Stadt ausgeht.

Die hatte bekanntlich gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München, wonach der Bebauungsplan für das Morigl-Areal an der Landsberger Straße wegen einer falschen Berechnung der Lärmimmissionen, Revision eingelegt. Die Münchner Gerichte hatten dies nahegelegt, weil eine höchstinstanzliche Klärung dieser Frage bisher aussteht.

Auf die wird man aber auch jetzt weiter warten müssen, glaubt OB Haas nach der Verhandlung. Er habe den Eindruck gewonnen, dass das Gericht der Stadt mit der Urteilsbegründung – sie wird in sechs bis acht Wochen erwartet – eine Art Gebrauchsanweisung gibt, wie der Bebauungsplan aufzustellen ist.

Rechtsanwalt Wolfgang Stürzer und sein Kollege Fabian Gerstner – sie vertreten den Allinger Bauuntenehmer Thomas Vilgertshofer der auf dem Morigl-Areal das umstrittene sechsstöckige Geschäftshaus errichten will – haben das Verfahren ähnlich erlebt. Der Senat habe sich für die Würdigung viel Zeit genommen, so Stürzer. Er erwartet jetzt wie Haas, dass die Bundesrichter in ihrer Begründung eine Anweisung geben, wie künftig mit dem schwierigen Thema Lärmschutz umgegangen werden kann. Das wäre wegweisend für ganz Deutschland, glaubt Stürzer.

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