Die Märklin -Eisenbahn von Bodo Pietsch aus dem Jahr 1957 war Teil der erfolgreichen Spielzeug-Ausstellung.

Jahresversammlung in Germering

Museumsverein hat noch viel vor

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Der Förderverein Stadtmuseum kann auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurückblicken. Er freut sich über eine immer größer werdende Resonanz in der Bevölkerung. Die Aktivitäten des Vereins werden auch künftig nicht weniger.

Germering – Bei der Jahresversammlung im Zeit+Raum-Museum am Rathaus erinnerte der Vorsitzende Ludwig von Meyer unter anderem an die Vorführung der Aufzeichnung des Theaterstücks „Der Bayerische Jedermann“. Dem Ereignis wohnten im Juni der frühere Stadthallenchef Günter Mayr sowie die frühere Roßstall- Schauspielerin Inge Köppl bei, die in der Inszenierung tragende Rollen spielten.

Zu den bemerkenswerten Veranstaltungen zählte Meyer auch eine Bilanz über „25 Jahre Stadtarchäologie in Germering“ von Stadtarchivar Marcus Guckenbiehl.

In seinem Bericht erwähnte der Vorsitzende auch die Beteiligung des Vereins an einer Forschungsgrabung bei Nebel, wo es bereits früher mesolithische Funde aus der Zeit um 6500 bis 6000 vor Chr. gegeben hatte. Die Auswertung ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Rückblick

Eine der erfolgreichsten Veranstaltungen des Vereins im vergangenen Jahr war der Vortrag von Fritz Drexler über Unterpfaffenhofen im 19. Jahrhundert. Dabei mussten so viele Interessenten wieder nach Hause geschickt werden, dass eine Wiederholung versprochen wurde. Erst vor kurzem lockte Drexler, der am Wochenende zum Vorsitzenden des Heimatpflegvereins gewählt wurde, wieder viele Besucher an.

Ein besonderer Höhepunkt des Vereinsjahrs war dann die Ausstellung „Spielzeug im Wandel der Zeit“. Mit fast 800 Gästen wurde ein Besucherrekord verzeichnet. Begeisterte Einträge ins Gästebuch zeugen vom Erfolg der Ausstellung. Vorstandsmitglied Delia Hurka vertiefte das Thema nach Beendigung der Ausstellung noch mit einem Referat zum Thema „Sag mir, wo die Kinder sind ...“. Die Archäologin hatte anhand von Grabungsergebnissen das Kindsein zur Keltenzeit untersucht.

Ausblick

Die Aktivitäten des Vereins werden auch im laufenden Jahr nicht nachlassen. Am 14. April und 8. Mai wird Marcus Guckenbiehl im Museum Vorträge über „Germerings Vorgeschichte – Auf den Spuren jenseits der schriftlichen Überlieferung“ halten. Er wird dabei auch auf die Fragen „Wie funktioniert Archäologie?“ und „Wie hat sich die Landschaft gebildet?“ sowie auf das Leben von den ersten Menschen bis zur Jungsteinzeit eingehen. Die Vorträge sind gemeinsame Veranstaltungen mit der Volkshochschule und der Stadt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind bei der VHS möglich.

Schriftführerin Sylvia Doll hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielen Fotos, die auf einer Stellwand neben dem Eingangsbereich hängen, zu beschriften. Doll ist auch eine begehrte Führerin durch die Dauerausstellung und erhielt dafür von Meyer ein besonderes Lob. Insbesondere pflegt sie den Kontakt zu Schulen, Kitas und Vereinen, die jeweils Sondertermine bekommen.

Am 12. Oktober werden Fritz Drexler, Manfred Spachtholz und Marcus Guckenbiehl über „Germering im 19. Jahrhundert“ berichten. Da wieder mit großem Interesse gerechnet wird, wurde der Lena-Christ-Saal der Stadthalle angemietet.

Ein Projekt, das in naher Zukunft abgeschlossen wird, ist die Erweiterung der historisch-archäologischen Rundwege durch die Stadt.

Vier neue Info-Tafeln werden im östlichen Stadtbereich aufgestellt. Das Landesamt für Denkmalpflege bezuschusst das Projekt. Die Pfosten sind bereits betoniert worden.

Die Vorstellung findet mit einer Radtour statt. Es wird dann auch einen neuen Flyer geben.

Neues aus dem frühen Mittelalter

Stadtarchivar Marcus Guckenbiehl berichtete im Rahmen der Versammlung über die Grabungen des Vorjahres. Besonders interessant sind ihm zufolge immer wieder die zahlreichen frühmittelalterlichen Funde. Es gibt inzwischen auch eine ziemlich genaue Vorstellung vom Ortskern aus der Zeit von vor 200 Jahren. Eisenzeitliche Siedlungsreste wurden an der neuen Baustelle am Kleinen Stachus gefunden. Zum Abschluss feierte ein Kurzfilm von Freddy Hilt über die Spielzeug-Ausstellung Premiere.

 Der Streifen beginnt mit einer Erläuterung der Entstehungsgeschichte durch Initiatorin Irmgard Köhler-Langewiesche. Dann führt als Hauptperson die Puppenfigur Jim Knopf mit lustigen Kommentaren und einem Interview mit OB Andreas Haas durch die Ausstellung. Der Film soll später in die Mediathek des Museums kommen.

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