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Den Professor Abronsius (vorne, mit Hut) spielt Philipp Kaindl. 

Schultheater 

Musical-Klassiker „Tanz der Vampire“ am Max-Born-Gymnasium

Wer am Montagabend das Max-Born-Gymnasium (MBG) betritt, fühlt sich in ein schaurig-schönes Spukschloss eines bizarren Grafen versetzt. Kerzenständer, Fledermäuse, schwarz ausgekleidete Gänge, lebensgroße Vampirfiguren und gedämpftes Licht schaffen eine Atmosphäre, die den Besucher darauf vorbereitet, in die Dunkelheit einzutauchen.

Germering – Die Schüler der Oberstufe inszenieren derzeit das aus Film und Musical weltbekannte Stück „Der Tanz der Vampire“ von Roman Polanski. Sie proben seit September. Und was sie auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen. Textsicher und gekonnt spielen sie das Stück und schaffen es, dass Publikum mitzunehmen. Man leidet mit der Wirtshaustochter Sarah, die von ihrem Vater eingesperrt wird, hofft mit dem Lehrling Alfred, die große Liebe zu finden und ist als Zuschauer von Beginn an in den Bann des Vampirgrafen Krolock gezogen, der fordert, mit in die Dunkelheit zu gehen.

Mit viel Fantasie und Mühe haben die Schüler das Stück umgesetzt. Besonders die Maske hat ganze Arbeit geleistet. Auch die Requisite unter der Leitung von Kunstlehrer Gerd Langemeyer hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Speziell die Fassaden und Portale des Schlosses im zweiten Teil wirken sehr atmosphärisch und werden mit speziellen Lichteffekten gekonnt in Szene gesetzt. „Ihm gefallen einfach dunkle und gruselige Sachen,“ sagt Theaterleiterin Christiane Adeli über den Kunstlehrer Langemeyer, von dem auch die Idee stammt, das Stück über die Blutsauger aufzuführen.

Man wollte am MBG nach Shakespeare und Goethe mal etwas Neues ausprobieren. Dabei war die Umsetzung alles andere als einfach, wie Christiane Adeli anmerkt. „Das Stück auf die Bühne zu bringen war schwierig, nicht zuletzt, da sowohl im Film als auch im Musical viel gesungen wird und die Songtexte teils nur schwierig als reiner Sprachtext angepasst werden können“ sagt die 60-Jährige Sport- und Englischlehrerin.

Sie selbst leitet das Theater der Oberstufe seit dem Jahr 2000. Dabei legt sie großen Wert auf den pädagogischen Anspruch: „Es geht mir darum, dass die Schüler gut vorbereitet sind und sich daher auf der Bühne wohlfühlen und mit Freude vor Publikum stehen.“

Das ist ihnen eindrucksvoll gelungen. Die einzelnen Schauspieler harmonieren. Und das ist auch notwendig bei diesem Projekt: Nicht nur 15 Schauspieler mit Sprecherrollen stehen auf der Bühne. 170 Menschen sind beteiligt. Dazu zählen Techniker, Band, Masken- und Bühnenbildner sowie das Catering-Team und die Redaktion, die das Programmheft gestaltet hat.

Am Ende hat sich der Aufwand aber gelohnt: Zweimal ging das Stück bereits über die Bühne. Am heutigen Mittwoch und morgigen Donnerstag folgen weitere Vorführungen. Und auf die Frage, ob vier Theaterabende in einer Woche nicht immens anstrengend für alle Beteiligten seien, antwortet Christiane Adeli mit einem klaren „Ja“. Allerdings wolle man nun auch zeigen, wofür man so lange gearbeitet hat und „außerdem können die Schüler nachmittags schlafen, um am Abend wieder fit auf der Bühne zu stehen“, sagt die Lehrerin mit einem Augenzwinkern. (Matthias Kast)

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