Premiere

Musik vereint Menschen am Osterbrunnen

Seit 15 Jahren wird der Jakobsbrunnen in Unterpfaffenhofen österlich geschmückt. Heuer gab es eine Premiere: Der Förderverein für Heimatpflege lud auch zum Singen und Musizieren ein. Das kam so gut an, dass bereits nach einer Wiederholung gerufen wird.

GermeringFritz Drexler, neuer Vorsitzender des Fördervereins für Heimatpflege Germering-Unterpfaffenhofen, brachte es auf den Punkt: „Vor einer halben Woche hatten wir noch das Gefühl, eher für Weihnachten als für Ostern zu schmücken.“ Dann kam die Sonne, „ein Geschenk Gottes.“ „Nun können wir uns alle auf Ostern freuen“, sagte Drexler. Stadtpfarrer Christian Jaster äußerte sich ebenfalls erfreut: Die Konzert-Premiere rund um den Jakobsbrunnen war ein „guter Einstieg in die Osterwoche“.

Voller freudiger Aufregung waren die Mädchen und Buben aus der Kleinfeldschule bereits lange vor dem Konzert, wie Konrektorin Veronika Schorsch erzählte. Das sei schon zu spüren gewesen, als die Schüler von acht Klassen die Ostereier bemalten. Unter der Aufsicht von Benno Seeholzer wurde der Jakobsbrunnen dann wie jedes Jahr österlich geschmückt. Zum ersten Mal gab es jedoch eine musikalische Begleitung – und auch hier durften die Kinder mitgestalten. „Darauf sind wir stolz“, sagt Konrektorin Schorsch. Die Kleinen standen im Mittelpunkt, auch für Dieter Kuttenberger von den Bläsern der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen. „Es ist eine gute Gelegenheit, ihr Können zu zeigen“, meinte er. Das Konzert habe ihn berührt. Es sei ein gutes Gefühl, ein Stück Brauchtum musikalisch zu begleiten. Kuttenberger würde das gerne wieder tun: „Es wäre schön, wenn es das Konzert nächstes Jahr wieder gäbe.“

Wenn es nach dem Förderverein für Heimatpflege geht, dürfte sich dieser Wunsch erfüllen. Zumindest dessen Ehrenvorsitzender Albert Bichler würde das begrüßen, sagte er. Auch wenn damit natürlich sehr viel Engagement verbunden sei. Die Veranstaltung sei für ihn ein Symbol für die Bedeutung des Jakobsbrunnens für die Menschen. „Man hat die Freude gespürt, nach den kalten Tagen zu Musik und Gesang zusammenzukommen“, sagte er.

Da dürften ihm die Besucher, die mit allen Altersgruppen vertreten waren, zustimmen: Sie applaudierten kräftig und viele sangen sogar mit, als der Jugendchor St. Martin das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“ anstimmte.

Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass der Brauch des Osterbrunnens ursprünglich aus dem nördlichen Bayern kommt. Genauer gesagt aus der Fränkischen Schweiz, wie Heimatpfleger Fritz Drexler anmerkte. 2003 habe der Förderverein für Heimatpflege ihn nach Germering gebracht. Das ist jetzt 15 Jahre her. Es sei eine gute Gelegenheit für eine neue, musikalische Umrahmung. (hk)

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