Stadtrat

Tochter als Nachfolgerin des verstorbenen Vaters vereidigt

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Am Dienstag hat Daniela Krause ein besonderes ehrenamtliches Erbe angetreten. Die Germeringerin wurde als Nachrückerin ihres vor kurzem verstorbenen Vaters Gerald Krause (UBG) vereidigt.

Gerald Krause ist vor kurzem im Alter von 71 Jahren verstorben.

Germering Gerald Krause war ein Vollblutpolitiker. 39 Jahre lang setzte er sich für die Unabhängige Bürgerschaft (UBG) ein, erst als Gemeinde-, später als Stadtrat. Im alter von nur 71 ist er kürzlich verstorben. Seit mittlerweile 15 Jahren ist seine Tochter Daniela Krause Mitglied bei der UBG und aktiv im Vorstand als Schriftführerin tätig. Sie ist gelernte Arzthelferin und absolvierte eine Weiterbildung als Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen.

Daniela Krause ist verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und arbeitet als Sozialversicherungsangestellte bei einer Krankenkasse.

„Mit seinem plötzlichen Tod konnten wir alle nicht rechnen.“

Daniela Krause ist am Mittwoch als Stadträtin vereidigt worden.

„Mein Vater ist vermutlich an einem Schlaganfall gestorben“, erzählt Daniela Krause. Für die Familie kam sein Tod sehr plötzlich und unerwartet. „Er war zwar körperlich schon längere Zeit eingeschränkt und konnte nicht mehr so wie er wollte, doch das war nicht organisch bedingt“, sagt die Tochter. Beim letzten medizinischen Checkup waren alle Werte in Ordnung: „Mit seinem plötzlichen Tod konnten wir alle nicht rechnen.“

Das ehrenamtliche Engagement ihres Vaters prägte die Familie: „An genaue Themen kann ich mich nicht mehr erinnern, aber die Stadtratsarbeit und auch sein Mitwirken in den Vereinen, war immer präsent bei uns daheim und beeinflusste zum Teil auch unsere Freizeitgestaltung“, erinnert sich die Tochter. Sie sagt: „Ich bin da einfach reingewachsen und hatte dann auch das Bedürfnis, mich aktiv zu beteiligen.“ Darüber hinaus ist sie Mitglied im Kleingartenverein.

Daniela Krause liegen die Themen Jugend, Familien und Senioren am Herzen

Während der fast 40 Jahre, die Gerald Krause im Stadtrat saß, hat sich Germering stark verändert. Aus Sicht der Tochter hat er die Entwicklung eher begrüßt. „Sicher gab es die eine oder andere Kleinigkeit, die mein Papa anders gemacht hätte, aber im Großen und Ganzen hat er die Veränderungen immer positiv gesehen“, sagt Daniela Krause.

Als Nachrückerin liegen ihr insbesondere die Themen, die Jugend, Familien und Senioren betreffen, am Herzen. Bisher hat sich die 39-Jährige nur „von zu Hause aus“ in die Stadtratsarbeit reingefühlt: „Bei Sitzungen war ich noch nicht anwesend; mein Vater wollte im Laufe dieses Jahres zurücktreten und er wollte mir alles detailliert übergeben“, sagt die Tochter. Durch seinen überraschenden Tod war das nicht mehr möglich. „Ich werde nun erst mal alles auf mich zukommen lassen und offen auf die neuen Herausforderungen zugehen“, sagt die frisch vereidigte Stadträtin Daniela Krause.

Ihr Papa hat seine Freizeit am liebsten in netter Runde mit Freunden verbracht, gerne auch beim freitäglichen Stammtisch in den Ratsstuben. „Auch ich verbringe meine Freizeit am liebsten mit Freunden und der Familie. Mein Lieblingsplatz ist mein Kleingarten“, erzählt sie.

OB Andreas Haas würdigt die Verdienste von Gerald Krause

OB Andreas Haas hat die Vereidigung von Daniela Krause am Dienstag zum Anlass genommen, noch einmal das Wirken ihres Vaters für Germering zu würdigen. Der langjährige Schul- und Verkehrsreferent wäre am 1. Mai genau 40 Jahre Mitglied im Stadtrat gewesen und habe im Vorfeld erzählt, dass er in der ersten Mai-Sitzung sein Mandat zurückgeben wolle. Daraus sei dann leider nichts geworden. Als Gerald Krause zum ersten Mal in den Gemeinderat gewählt wurde, war die Fusion der beiden Einzelgemeinden wirksam geworden. Er hat damals die nicht einfache Aufgabe bewältigt, die Schulsprengel neu zu ordnen.

Rubriklistenbild: © tb

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