Da geht’s nach Nebel – und der Ortsteil soll so bleiben, wie er ist. 

Germering

Nebel: Bauen im Randbereich bleibt tabu

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Nebel soll seinen dörflichen Charakter behalten. Die Mitglieder des Planungsausschusses lehnten eine beantragte Veränderung der Außenbereichssatzung, die eine Vergrößerung der bebaubaren Ortsfläche bedeutet hätte, einstimmig ab. 

Germering– Nebel ist ein Weiler mit 14 Anwesen und liegt im sogenannten Außenbereich. Dies bedeutet, dass Neubauten nur da erlaubt sind, wo es eine bestehende Satzung erlaubt. Diese sollte dem Wunsch einiger Nebeler zufolge ausgeweitet werden. Insgesamt sollten so an fünf Punkten in Randbereichen des Ortsteils neue Wohnhäuser entstehen. Das hat der Ausschuss jetzt abgelehnt.

Stadtbaumeister Jürgen Thum stellte den Stadträten noch einmal die Möglichkeiten vor, wie man mit der Entwicklung des Weilers umgehen könnte. Die weitreichendste Veränderung wäre das Aufstellen eines Flächennutzungs- und dann Bebauungsplanes. Das war aber schon bei einer Begehung mit Bewohnern und Stadträten im vergangenen Sommer eher ablehnend beurteilt worden.

Der gewünschten großen Ausweitung des Satzungsgebietes erteilte Thum jetzt ebenfalls eine Absage – auch das Wasserwirtschaftsamt und die Untere Naturschutzbehörde hatten dies in Stellungnahmen negativ beurteilt. Wenn überhaupt, dann sollte die Ausweitung maßvoll sein und sich vorrangig auf den westlichen Ortsrand beziehen. Im Sitzungsvortrag hatte die Verwaltung zudem die Schreiben mehrerer Nebeler an die Stadt veröffentlicht, die sich ebenfalls gegen die Ausweitung der Satzung aussprachen.

Die Stadträte stellten sich quer durch die Fraktionen ebenfalls gegen jede Ausweitung der Satzung. Wolfgang Andre (CSU) lieferte das Argument dagegen, dass von den übrigen dankbar aufgenommen wurde. Von der kleinen Ausweitung würden nicht Nebeler profitieren. Das würde den Dorffrieden erheblich stören. Die CSU habe sich deswegen darauf festgelegt: „Nebel soll so bleiben, wie es ist.“ Dem schlossen sich Karin Sepp (ÖDP), Robert Baumgartner (SPD) und Hadi Roidl (Grüne) ausdrücklich an.

Im Rahmen der bestehenden Satzung dürfen jetzt im Ortsgebiet lediglich fünf neue Häuser gebaut werden – und zwar nur auf freien Grundstücken oder dort, wo alte Häuer abgerissen worden sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass eine Stallung umgebaut wird und künftig Wohnungen enthält, wie Karin Sepp auf Nachfrage vom Bauamt erfuhr.

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