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Vera Greif (r.) stellt die neue Website des Zenja vor. Das Besondere daran: Es ist landkreisweit die erste Homepage eines Mehrgenerationenhauses in „Leichter Sprache“. Mit im Bild (v. l.): Eleonore Cröniger, Anton Sedlmayr und Sonja Thiele (alle Funke-Hopfner-Stiftung), Sozialreferent Herbert Sed lmeier, Anita Schindler (Koordination Zenja), Amtschef Martin Rattenberger und Sabine Brügel-Fritzen (Sozialdienst).

Mehrgenerationenhaus Zenja

Neue Internetseiten auch leicht verständlich

Dieser Internetauftritt wird Schule machen: Ab sofort ist die Homepage des Mehrgenerationenhauses Zenja in so genannter Leichter Sprache zugänglich. Im Landkreis nimmt das virtuelle Erscheinungsbild des Zenja damit eine Vorreiterrolle ein.

Germering – Zwei Jahre lang tüftelte Vera Greif, Mitarbeiterin der Germeringer Insel, an der Website, die seit gestern unter vier Internetadressen abrufbar ist. (Adressen siehe unten.) Anita Schindler, Koordinatorin im Zenja, stellte die neue Website gemeinsam mit Vera Greif, die das Projekt in die Tat umsetzte, vor.

„Es geht nicht darum, Menschen nach ihren Defiziten zu definieren.“

Gespannt lauschten Sozialreferent Herbert Sedlmeier, Amtsleiter Martin Rattenberger (Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales) und die Sponsoren, Anton Sedlmayr und CSU-Stadträtin Eleonore Cröniger (beide Manfred-Funke-Hopfner-Stiftung) wie die „Leichte Sprache“ auf der neuen Website umgesetzt wurde. Dabei schickte Herbert Sedlmeier voraus: „Inklusion oder Leichte Sprache genießt keine Sonderrechte, sondern muss als gesamtgesellschaftlicher Prozess gesehen werden; es geht nicht darum, Menschen nach ihren Defiziten zu definieren, sondern als Träger von Menschenrechten wahrzunehmen und gleichzustellen.“

Was ist Leichte Sprache? Leichte Sprache wird durch klare, verständliche Aussagen und begleitend mit aussagekräftigen Bilder vermittelt. Schrift, Schriftgröße und auch Zeilenabstände sind definiert – es wird darauf geachtet, keine Fachbegriffe oder Redewendungen zu verwenden. Unter diesen bundeseinheitlichen Vorgaben realisierte Vera Greif das neue Gesicht der Homepage des Germeringer Mehrgenerationenhauses.

Aktuelle Bilder und Videos zu steigern die Attraktivität der Zenja-Homepage

Ein simples Layout mit einfacher Benutzerführung waren weitere Vorgaben. „Alle Seiten sind mit einem einzigen Klick erreichbar; daneben war es mir wichtig, die Attraktivität der Homepage durch aktuelle Bilder und Videos zu steigern“, betonte Greif. Auch ging es ihr darum, den tragenden Gemeinschaftsgedanken des Zenja in den Mittelpunkt zu stellen. Gelungen ist dies unter anderem unter dem Mausklick „Freiwilligenbörse“: Wie in einer kleinen Werbekampagne, sprich in Videoform, erklären Menschen, warum sie gerne und engagiert im Ehrenamt arbeiten.

Das Ziel: Weitere Mitstreiter für das Mehrgenerationenhaus zu gewinnen. Selbstverständlich wird auf der neuen virtuellen Plattform auch der Datenschutz großgeschrieben. „Herausgekommen ist ein Internetauftritt mit lebendigen Beiträgen, die Geschichten über die Menschen, die hier arbeiten erzählen und unsere vielfältigen Angebote werden auch künftig auf dem aktuellen Stand gehalten“, freute sich Anita Schindler.

Apropos aktuelle Kommunikation: Die Besucher können auch per Facebook, Twitter oder Google+ mit dem Mehrgenerationenhaus kommunizieren. Die Germeringer Manfred-Funke-Hopfner-Stiftung unterstützt das

Projekt „Einfache Sprache“ mit 11 000 Euro.

Die Websites in Leichter Sprache

sind online abrufbar unter:www.zenja.de, www.zenja-germering.de, www.mgh-germering.de sowie www.mehrgenerationenhaus-germering.de.

von Angi Kiener

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