Modern und gemütlich: So sehen die Zimmer im neuen Hotel Amper aus. 
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Modern und gemütlich: So sehen die Zimmer im neuen Hotel Amper aus. 

Germering

Neues Hotel öffnet schon nächste Woche

  • vonHans Kürzl
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Die Stadt hat einen neuen Beherbergungsbetrieb. Am 1. September eröffnet im Neubau an der Oskar-von-Miller-Straße , dort wo früher das alte AEZ stand, das Hotel Amper. Der Betrieb wird schon jetzt von der Corona-Krise überschattet.

Germering – Bis das Hotel Amper an der Oskar-von-Miller-Straße 1 zu Beginn des kommenden Monats seine Pforten öffnet, sind noch ein paar Pinselstriche nötig und alle Handwerker noch einmal zu Höchstleistungen anzuspornen. Andreas und Fritz Schön wollen es trotz der schwierigen Zeiten anpacken. „Wir werden auf jeden Fall eröffnen“, betonen sie. Der Feinschliff werde mit der Zeit kommen, da sind sich die beiden sicher.

Die noch bestehenden Unsicherheiten betreffen vor allem in den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Als Fritz und Andreas Schön vor vier Jahren den Vertrag mit dem Pächter des Gebäudes abschlossen, war Corona noch ganz weit weg. Die Münchner Hoteliers hatten allen Grund, zuversichtlich an das neue Projekt heranzugehen. Dafür hatten sie viele gute Gründe: Die Nähe zu München, gute Anbindungen per Autobahn oder S-Bahn und dass die Germeringer Stadthalle nur knappe 400 Meter entfernt ist.

Darauf ist das Hotel ausgerichtet

So erklärt sich auch das Konzept des Hotels, das auf Geschäftsleute ausgerichtet ist: Messebesucher, Theaterfreunde und auf Besucher von Großveranstaltungen, wie das Oktoberfest oder Fußballspiele und Konzerte. Einladend die Terrasse über den Dächern von Germering, auch der stilvolle Abschluss eines Konzert ist im Restaurant oder an der Bar möglich. Für kleine und große Feiern stehen vier Banketträume zur Verfügung. Die Zimmer sind modern ausgerichtet, Laptop oder Smartphone können sich einfach mit dem Fernseher verbinden.

„Wir haben alles richtig gemacht. Doch mit der Corona-Krise konnten wir das alles vergessen“, sagt Andreas Schön. Er macht das allein schon an zwei Zahlen fest. Im Normalfall könne man 120 Gäste willkommen heißen, die Beschränkungen lassen lediglich 50 zu. „Viele Unkosten bleiben trotzdem, unabhängig von der Zahl der Gäste“, erklärt Andreas Schön.

Die Rezeption müsse rund um die Uhr besetzt sein, und zumindest ein Koch und ein Kellner müssen immer vorgehalten werden. Der Juniorchef stellt fest: „Solange die Corona-Regelungen bestehen, kann man schwer vorhersagen, ob und wie lange sich das rechnet.“ So muss die Familie zusammen halten. Die beiden Ehefrauen packen mit an, im Housekeeping für Ausstattung und Reinigung oder im Büro.

Sie betreiben das neue Hotel an der Oskar-von-Miller-straße: Fritz (l.) und Andreas Schön.

Dass die Betreiber trotzdem ruhig bleiben, liegt an der langjährigen Erfahrung. „Wir kommen aus einer gestandenen Münchner Wirtsfamilie“, erzählt Fritz Schön. Man habe das Hotel Post in Pasing geführt, ehe das Gebäude einer Wohnnutzung zugeführt wurde. Davor leitete der Senior den „Peterhof“ am Marienplatz. Mit Stadtzentren kennt er sich aus. „Ich bin seit meinem 14. Lebensjahr in der Gastronomie tätig“, bestätigt Fritz Schön.

Andreas Schön sammelte nach seiner Ausbildung im Bayerischen Hof Erfahrung unter anderem im „Franziskaner“ und war verantwortlich für das Schützenfestzelt auf dem Oktoberfest.

Gut aufgenommen worden

Unabhängig von Corona fühlen sich die zwei Hoteliers wohl in Germering. „Wir sind gut aufgenommen worden“, bestätigen die beiden. Mit der Stadt bestehe eine gute Zusammenarbeit und zur Stadthalle ein angenehmer guter Kontakt. Das haben sie mit der Namensgebung gewürdigt. Ausgerichtet haben sie die Benennung am AEZ (Amper-Einkaufs-Zentrum), das bis vor zweieinhalb Jahren an gleicher Stelle stand. „Wir wollten bewusst einen Namen, der den Menschen vertraut ist“, so der Senior.

Gleichzeitig erfüllen die Schöns mit dem Hotel einen Wunsch des Wirtschaftsverbandes aber auch der Stadthalle. Der Verband hatte schon lange einen solchen Bau im Zentrum gefordert, um Geschäftspartner von Firmen ortsnah unterzubringen. Die Stadthalle dachte vor allem an die bessere Vermietungsmöglichkeiten für Messen.

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