Das ehemalige Wachhaus der früheren Pionierkaserne muss ebenso erhalten bleiben wie die übrigen fünf Gebäude. 

Germering

Neues Zentrum für Kunst, Kultur und Sport in alter Kaserne

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Die ehemalige Pionierkaserne am südlichen Ende der Otto-Wagner-Straße soll in ein Zentrum für Kunst, Kultur, Sport und Freizeit verwandelt werden. Planer aus ganz Europa sollen jetzt in einem Wettbewerb ihre Vorstellungen dazu einreichen.

Germering – Der Stadtrat hat jetzt den Startschuss für einen Realisierungswettbewerb gegeben, mit dem die Zukunft des Kasernengeländes an der Lindauer Autobahn konkret angegangen werden kann. Die Durchführung des Wettbewerbs ist laut OB Andreas Haas auch deswegen wichtig, weil er eine Voraussetzung für Zuschüsse im Rahmen der Städtebauförderung ist.

Der Wettbewerb wurde von Sandra Urbaniak vom Germeringer Architekturbüro AKFU vorbereitet. Sie stellte jetzt im Stadtrat den detaillierten Auslobungstext für den Wettbewerb und auch einen Zeitplan vor. Demnach soll schon im April ein Preisgericht über die eingereichten Entwürfe entscheiden. 

Ergänzungsbau möglich in der alten Kaserne bei Germering

Wegen des Projekt-Umfangs muss der Wettbewerb europaweit ausgeschrieben werden. Urbaniak geht von 20 Teilnehmern aus, von denen zunächst neun Interessierte eingeladen werden.

Die Bedingungen und Vorgaben des Wettbewerbs sind in einem 30-seitigen Auslobungstext festgehalten worden. Da wird unter anderem noch einmal der Ort des Vorhabens und auch die Geschichte der Kaserne, die im Dritten Reich mit der Schaffung der Wifo (Wirtschaftliche Forschungsgemeinschaft) begann, ausführlich vorgestellt.

Die Aufgabe der Architekten soll sein, die bestehenden fünf Gebäude so umzugestalten, dass die Vorgaben der Stadt erfüllt werden können. Ein Abriss ist nicht vorgesehen. Möglich ist aber ein kleinerer Ergänzungsbau.

In den Gebäuden sollen rund 500 Quadratmeter für die Kunst reserviert werden. Der Kunstkreis erhält einen eigenen Raum, zusätzlich sollen 12 bis 15 Ateliers in verschiedenen Größen geschaffen werden. Flächen für Ausstellungen und Arbeitsflächen im Außenbereich sind ebenfalls einzuplanen.

Übungs- und Probenräume für Musiker und Bands sowie Unterrichts- und Instrumentenräume für die Musikschule müssen die Architekten auf insgesamt 350 Quadratmetern unterbringen.

Bürgerhaus in der alten Kaserne bei Germering

Ein Bürgerhaus mit Veranstaltungs- und Seminarräumen, Werkstätten und einem Kulturcafé ist ebenfalls vorgesehen. Der Geschichte der Wifo soll ein eigener Ausstellungsraum gewidmet werden. Für den Sport soll die bestehende Lagerhalle in eine Multifunktionshalle umgebaut werden. Ein befestigter Tartanplatz für Basketball und Handball, Trainingsflächen für Faustball und Schülerfußball und eine universal nutzbare Freispielwiese müssen ebenfalls nachgewiesen werden.

Sportreferent Robert Baumgartner (SPD) berichtete, dass Vereine wie der SC Unterpfaffenhofen sehnlichst auf neue Plätze warteten. „Deren Fußball- und Handballabteilungen platzen aus allen Nähten.“ Kulturreferentin Centa Keßler erhoffte sich dasselbe für die Kulturszene. OB Andreas Haas warnte allerdings davor, dass die Erwartungen an die zeitliche Umsetzung zu hoch gesetzt werden: „Wir müssen realistisch bleiben.“

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