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Noch ein Ski-As im Lena-Dürr-Verein

Lukas Weingartner hat den nächsten Schritt in seiner Ski-Karriere im Visier. Das 19-jährige Talent des SV Germering will sich nach dem Abitur im Sommer im Anschluss auf eine Profi-Karriere konzentrieren.

Germering – Mit Lukas Weingartner hat der SV Germering hinter Vorzeige-Athletin und Olympia-Teilnehmerin Lena Dürr einen hoffnungsvollen Nachwuchsathleten im Verein. Der 19-Jährige hat Potenzial zu einer Skiprofi-Karriere. Im Vergleich zur Vorsaison hat sich Weingartner im laufenden Winter gesteigert. Bei internationalen Junioren-Rennen fuhr der Echinger zuletzt regelmäßig in die Top-Ten.

Neben einem Podiumsplatz beim Junioren-Riesenslalom in Lenggries/Brauneck Anfang Februar stand der Skiathlet vom Ammersee zuletzt auch bei einem Slalom-Wettbewerb des Internationalen Skiverbands (FIS) in Lohberg Ende Januar als Drittplatzierter auf dem Stockerl. Beim Slalom und Riesenslalom der Junioren in Pfelders in Südtirol stand der Athlet aus der Lehrgangsgruppe IIb des Deutschen Skiverbands (DSV) bereits auf der Stufe direkt unterhalb des Siegers. „Ich habe meine Ergebnisse aus dem letzten Jahr bestätigt“, sagt der Germeringer Wintersportler, der zuletzt am vergangenen Samstag bei den beiden FIS-Slalomrennen in Ruhpolding jeweils den 38. Platz belegte.

Bereits in jungen Jahren hat Weingartner direkten Kontakt zum Skifahren gehabt. Seine beiden Eltern arbeiten als Skilehrer. Weingartner fuhr mit Mama und Papa schon als kleines Kind auf zwei Brettern die Hänge herunter. Zunächst betrieb er neben dem Skisport auch Fußball und Tennis bei seinem Heimatverein in Eching am Ammersee. Mit 13 Jahren entschloss sich Weingartner dann, sich voll auf den Skisport zu konzentrieren. Für den SV Germering steht er seitdem mit vollem Ehrgeiz auf den Skiern.

„Die Freiheit gefällt mir, dass man immer draußen ist. Den Spirit und Teamgeist finde ich auch gut. Man fährt zusammen in einer Mannschaft aber auch gegeneinander“, sagt Weingartner. Über den SV Germering schaffte Weingartner schließlich den Sprung in den Kader des Skiverbands München (SVM). Nachdem er 2014 vom Ammersee-Gymnasium in Dießen an die Christophorus-Schule (CJD) in Berchtesgaden gewechselt war, konnte er sich in seinem neuen Umfeld voll und ganz auf seinen Sport konzentrieren.

An seinem Berchtesgadener Heimstützpunkt kann der CJD-Internatsschüler an den Hängen des Götschen regelmäßig vor den Toren seiner Schule trainieren. Und dort auch seinen sportlichen Vorbildern wie den mehrfachen Weltcupsieger Ted Ligety, Didier Cuche oder Felix Neureuther nacheifern. In einer Profikarriere will er sich demnächst auch mal versuchen. „Ich möchte das durchziehen und mich von Saison zu Saison steigern“, formuliert Weingartner seine persönlichen Ziele.

Den Bezug zu seiner Heimat unweit des Ammersees sowie zum SV Germering hat Weingartner nicht verloren. Auch wenn er angesichts seiner Trainingsgruppe nicht mehr so regelmäßigen zu seinem Verein Kontakt halten kann. In den Trainingslagern des SVG in Westendorf will das Nachwuchstalent wieder mal vorbeischauen. „In Germering habe ich gute Freunde gewonnen. Das war eine coole Truppe, mit der man früher viel unterwegs war“, blickt er zurück.

In der laufenden Saison muss er wegen dem im Sommer anstehenden Abitur zunächst einmal etwas kürzer treten. Zwei Wochen früher als normalerweise üblich will er die Saison beenden. Nach einem FIS-Rennen in Anfang März in Feldberg im Schwarzwald sowie der Deutschen Meisterschaft in Sudelfeld soll erst einmal Schluss sein, um sich gewissenhaft auf die Abiturprüfungen Anfang Mai vorbereiten zu können. Bis dahin will er noch einmal alles geben, um vor allem auch in der FIS-Rangliste weiter voranzukommen.

Weingartner, der bis dato von schweren Verletzungen verschont geblieben ist, will jetzt schon einmal den Grundstein für den nächsthöheren DSV-Kaderstatus legen: „Im Schlussspurt möchte ich nochmal zeigen, was ich draufhabe.“ (Robert M. Frank)

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