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Zum Mitmachen: Ernst Schusser vom Volksmusikarchiv weiß, wie man Weihnachtslieder lebendig macht.

St. Jakob

Weihnachtslieder singen verbindet

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Weihnachtslieder singen kann jeder. Vom Oberbürgermeister bis zum Schulkind. Das zeigte sich jetzt wieder beim gemeinschaftlichen Singen, wegen des Regens statt vor in der Dorfkirche St. Jakob.

Germering– „Ich freu mich, dass so viele hier herein gefunden haben.“ Stadt- und Bezirksrätin Gabriele Off-Nesselhauf erwähnte den ungemütlich herunterprasselnden Regen, wegen dem das „Weihnachtslieder selber singen“ zum ersten Mal in der Dorfkirche von St. Jakob stattfand, nur mit wenigen Worten. An das kalte Nass draußen dachte nach ein paar Minuten auch schon keiner mehr. Denn die Organisatorin und Ernst Schusser vom Volksmusikarchiv im Zusammenspiel mit der gefühlvoll auftretenden Gitarristin Claudia Harlacher wussten, wie man bei den Menschen mit Weihnachtsliedern gute Laune macht und doch besinnlich auf den nahen Heiligen Abend vorbereitet.

Für Schusser stand bereits vor dem ersten Lied fest: „Es ist eine schöne Gelegenheit und ein wunderbarer Ort zum Singen.“ Dabei schweifte sein Blick durch die Dorfkirche St. Jakob, gleichermaßen Freude und Ehrfurcht für den Kirchenraum empfindend.

OB Andreas Haas war mit Ehefrau Petra ebenso unter den Besuchern wie zahlreiche Kinder. Schusser begrüßte sie mit den Worten „Es ist wunderbar, dass die Großen den Kleinen das Geschenk machen, hier mitsingen dürfen“, Das tat dann jeder, denn für Schusser ist die richtige Note nicht so wichtig wie das Mitmachen. Weihnachten und seine Lieder müssten aus dem Herzen kommen. So machte auch jeder mit, als es darum ging, Ochs und Esel nachzuahmen.

Und Schusser bewies, dass sich ein lockerer Spruch durchaus mit Ehrfurcht und Besinnlichkeit verbinden lässt. „Zu Bethlehem geboren“ bezeichnete er als „Lied mit Migrationshintergrund“. „In Köln geschaffen und schnell in Oberbayern heimisch.“ Das sorgte für Schmunzeln bei allen Besuchern, die den Weg in die Dorfkirche St. Jakob fanden.

Dort hatte Mesner Karljosef Schneider für den passenden Rahmen des gemeinsamen Singen gesorgt, als feststand, dass die Veranstaltung nicht im Freien stattfinden konnte. Die anerkennenden Worte, auch von den Besuchern, nahm er in Freude dankbar an, sagte aber: „Das ganz Dorf hat mit hergerichtet.“ Die Menschen rund um St. Jakob seien eine gute Gemeinschaft. Für Off-Nesselhauf ein guter Grund an der Veranstaltung festzuhalten. „Wir freuen uns darauf, wenn Sie im nächsten Jahr wieder kommen.“

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