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Das Saxonfonensemble um Lehrer Toni Rosenauer (vorne l.) eröffnete das Weihnachtskonzert mit einem fulminanten Swingstück. 

Carl-Spitzweg-Gymnasium

Ob Rock, Jazz oder Klassik: Sie können alles

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Germering –Das Carl-Spitzweg-Gymnasium (CSG) hat wieder einmal bewiesen, dass es zurecht einen musischen Zweig besitzt. Die Weihnachtskonzerte in der jeweils überfüllten Pfarrkirche Don Bosco hatten ein Niveau, das nicht alltäglich ist.

 Als Bayern vor mittlerweile zwölf Jahren das G 8 eingeführt hat, war die Befürchtung groß, dass dies die musischen Fächer am heftigsten treffen würde. CSG-Musiklehrer Ludwig Hartmann wetterte damals sogar öffentlich gegen die sinkenden Stundenzahl im Musikunterricht. Seine Warnungen scheinen gewirkt zu haben.

Wenn man die Weihnachtskonzerte als eine Art Leistungsschau der Spitzweg-Schüler betrachtet, dann kann man in allen Belangen Höchstnote vergeben. Das liegt einerseits sicher daran, dass es am CSG seit vier Jahren einen musischen Zweig gibt. Andererseits sind dafür maßgeblich die Lehrer, allen voran Hartmann selbst, verantwortlich. Dass deren Engagement über das geforderte hinaus geht, konnte man bei den Weihnachtskonzerten miterleben: Sie waren da wie gewohnt nicht nur als Dirigenten, Organisatoren, Notenpult- und Stühleschlepper sondern auch als Mitmusiker im Einsatz.

Der fulminante Einstieg in den Abend mit dem Saxofonensemble – es wird von Deutsch- und Sportlehrer Toni Rosenauer geleitet – mit dem swingenden „Night Train“ setzte einen ersten Glanzpunkt. Am Baritonsaxofon glänzte David Schorr mit einem Solo – er war im Verlauf des Abends noch in mehreren Formationen zu hören.

Mit dem Unterstufenchor (Leitung Markus Bulitta), der begleitet von Harfe, Klavier und Celli Weihnachtlichslieder anstimmte, ging es feierlich weiter. Ein ungewöhnliches Oboen-Trio setzte dann einen nächsten Glanzpunkt: Scott Gugisch, Dominik Gäß und Lehrer Ludwig Hartmann brachten mit Rathegebers Ritornello und einem Hirtenlied barocke Stimmungen in die Pfarrkirche.

Ein Projektchor, bei dem kleine und große Flüchtlingskinder gemeinsam mit Schülern „Applaus , Applaus“ von den Sportfreunden Stiller anstimmten, verführte die Besucher dann fast zum Toben – weniger der musikalischen Qualität wegen. Es war einfach zu schön anzuschauen, welche Freude die Kinder an ihrem Auftritt hatten.

Volkstümliche Weisen auf drei Hackbrettern hat man bei CSG-Konzerten bisher selten gehört. Lilli Kobs, Julian Link und Marco Titze zeigten eindrucksvoll, dass auch diese Art von Musik am Gymnasium ihren Platz hat.

Die musikalischen Höhepunkte begannen dann mit dem P-Seminar Musik, das „Stärker als die Zeit (Nina Rota/Udo Lindenberg) zelebrierte. Schon die Besetzung ist der Rede wert: Drei Vibrafone, eine ganze Reihe Holz- und Blechbläser, E-Gitarren, Bass und Schlagzeug und eine Querflöte (beeindruckend: Johanna Stroer) boten einen bombastischen Background für Sänger Dominick Mündges.

Das CSG kann aber auch Klassik. Und wie. Das große Orchester (Maria Dufter) gab ausdrucksstark, klanggewaltig Auszüge von Werken Schostakowitsch, Tschaikowski und Johann Strauss zum Besten. Der gemischte Chor konnte zwar nur mit reichlich männlicher Lehrer-Unterstützung das notwendige Bass-Fundament für seine Stücke liefern. Aber gefeiert wurden die „Magic Moments“ und „Maria durch den Dornwald ging“ dennoch völlig zurecht.

Den Schlusspunkt setzte traditionell die von Ludwig Hartmann geleitete Big Band mit rockigen, swingenden und lateinamerikanischen Rhythmen. Da wurde es in der Kirche noch einmal so richtig fetzig und laut. Das gemeinsam mit den Besuchern gesungene Schlusslied „In dulce jubilo“ leitete dann aber die langsame Rückkehr in den Adventsmodus ein.

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