Plastikfrei mit Plastikhüllen? Diese Art der Werbung findet Karl Fräller zumindest nachdenkenswert.
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Plastikfrei mit Plastikhüllen? Diese Art der Werbung findet Karl Fräller zumindest nachdenkenswert.

Erklärungsbedürftig

Mit Plastikhülle für plastikfreie Gemeinden werben

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Die ÖDP veranstaltet nächste Woche in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche einen Vortrag zum Thema „Plastikfreie Kommune“. Dass der Hinweis auf die Veranstaltung allerdings auch in Plastikhüllen steckt, die auf Wahlplakaten der ÖDP geklebt wurden, findet Merkur-Leser Karl Fäller zumindest erklärungsbedürftig.

Germering - Die Germeringer ÖDP-Kreisvorsitzende Carmen Greiff freut sich einerseits darüber, dass der Merkur-Leser die Ankündigung gelesen hat und mitdenkt, warum die ÖDP das Thema Plastikvermeidung aufwirft und trotzdem Plastik verwendet. Warum die Partei dies so gemacht hat, erklärt Greiff so: „Wir bieten vor der Bundestagswahl viele Veranstaltungen an, zu denen wir einladen und dazu gut informieren wollen.“ Man nutze dabei auch die Plakatständer, auf denen schon längst die Wahlplakate hängen. Diese Plakate wolle man aber nicht komplett überkleben. Deswegen biete es sich ihrer Meinung nach an, für die wechselnden Veranstaltungen einfaches, kopiertes Papier ohne Beschichtung zu verwenden.

Die aufgeklebten oder aufgetackerten DINA4-Hinweise halten allerdings keine Regengüsse aus. Sie werden allea abgewaschen, schildert Carmen Greiff ihre Erfahrung. Sie habe sich deswegen dafür entscheiden, die Hinweise in Prospekthüllen zu stecken und diese für jede Ankündigung wiederzuverwenden. Greiff: „Der Unterschied in der Klima- und Materialbilanz zu gedruckten, beschichteten Plakaten oder Hohlkammer-Kunststoffplakaten ist nach meiner Einschätzung groß genug, um dies zu rechtfertigen.“  kg

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