Im neuen Kinderhaus kann man auf allen Ebenen spielen. Davon ließen sich bei der Einweihung OB Andreas Haas (r.), Kindergartenreferent Johannes Landendinger (2.v.r.) und Sozialamtsleiter Martin Rattenberger (oben) von Architekt Wolfgang Moll (l.) und Bauherrin Karin Bader überzeugen.
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Im neuen Kinderhaus kann man auf allen Ebenen spielen. Davon ließen sich bei der Einweihung OB Andreas Haas (r.), Kindergartenreferent Johannes Landendinger (2.v.r.) und Sozialamtsleiter Martin Rattenberger (oben) von Architekt Wolfgang Moll (l.) und Bauherrin Karin Bader überzeugen.

Nahe des Bahnhofs

Offizielle Einweihung: Kinderhaus mit Ausblick und Kunstrasen

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Das neue Kinderhaus am Bahnhof ist seit drei Wochen mit zunächst einer Krippen- und einer Kindergartengruppe in Betrieb. Insgesamt sollen fünf Gruppen mit 86 Kindern einziehen.

Germering – Als Karin Bader vor fast drei Jahren im Sozialausschuss erstmals ihre Idee vorstellte, direkt am Bahnhof ein Kinderhaus zu bauen, stieß die Gründerin des Betreibers „Denk mit“ auch auf Skepsis bei den Stadträten: Wie sollte auf dem relativ beengten Grundstück im Zentrum eine fünfgruppige Einrichtung mit ausreichend Freispielflächen möglich sein? Diese Frage stellte auch den Architekten Wolfgang Moll vor eine Herausforderung, wie er gestern bei der offiziellen Einweihung des Hauses erklärte.

Die oberste Freispiel-Ebene erlaubt einen großzügigen Blick auf das Stadtzentrum um den Bahnhof.

Die Lösung, die er im Einklang mit Karin Bader fand, überzeugte jetzt auch OB Andreas Haas, Kindergartenreferent Johannes Landendinger und alle anderen coronabedingt wenigen Teilnehmer beim Ortstermin: Auf drei Ebenen ist ein Gebäude entstanden, das den Kindern direkten Zugang von ihren Gruppenräumen zu großzügigen Freispielbereichen direkt vor der Tür ermöglicht. Es handelt sich zwar nicht um einen echten Garten mit Spielwiese – dafür ist hier kein Platz. Stattdessen können die Kleinen auf einem Hightech-Kunstrasen der neuesten Generation – ohne Mikroplastik-Beimischung, wie Architekt Moll versichert – nach Herzenslust tollen und sich wohlfühlen.

Dabei haben sie vor allem auf der obersten Ebene, die den größeren Kindern vorbehalten ist, noch einen großartigen Blick auf das Stadtzentrum rund um den Bahnhof. Die Freifläche ist hier auf drei Seiten von 1,85 Meter hohen und rund vier Zentimeter dicken Verbundglasscheiben umzäunt. Diese haben laut Bader auch noch eine enorme Lärmschutzwirkung: „Ohne Glas war’s hier richtig laut. Mit Glas hört man noch Geräusche.“ Eine kurz darauf einfahrende S-Bahn bestätigte diesen Eindruck – sie war fast nicht zu hören.

So sieht das Haus von hinten aus. Entlang der Vorderseite verläuft die Untere Bahnhofstraße.

Diese speziellen Glasfronten waren mit Schuld daran, dass das Kinderhaus rund 4,3 statt der geplanten 3,6 Millionen Euro kostete. Bauherrin war Karin Bader mit der ebenfalls von ihr gründeten Firma Bambini Bau- und Projektmanagement. 2,4 Millionen Euro hat die Stadt übernommen.

Das neue Kinderhaus ist auch ökologisch ein Vorzeigeobjekt. Es verfügt nicht nur über ein eigenes Blockheizkraftwerk und eine Gasbrennwert-Therme. In der Tiefgarage befinden sich auch zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Außerdem ist das gesamte Haus laut Karin Bader barrierefrei nutzbar: Alle Ebenen sind über einen Aufzug zu erreichen.

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